Nachdem Lea etwas von steilen Rinnen im Kühtai geschwafelt hat, war ich natürlich ganz Ohr. Ich konnte mich zwar nicht an die Rinnen erinnern, die sie mir erklärte, aber bei Lea wird das schon passen. Fahmi war nach seinem Thailand Urlaub sowieso heiß auf Schnee und auch für Bu@ war das frühe Aufstehen kein Hindernis. Lea wollte nämlich schon um 11:00 wieder auf der Uni sein. Eins vorweg, aus dem Uni Termin wurde leider nichts, aber die steile Rinne war es sicher wert.
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Archiv der Kategorie: Schitour
Großes Pfuitjöchle (2196m)
Nachdem ich die Schneemengen die im Norden heruntergekommen waren beobachten konnte, ich war am Freitag Abend von Deutschland kommend über Scharnitz heimgefahren, musste es eine Skitour in einer Nordstaulage werden. Das Gebiet um Ehrwald sollte unseren Pulverdurst löschen und so wählten Bu@ und ich das Pfuitjöchl als Ziel aus. Manu meinte zuerst noch sie würde lieber daheim bleiben, nachdem ich ihr aber Bilder von Tourenberichten gezeigt hatte, schloss auch sie sich uns an.
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Mittagkopf (1636m)
Als Fahmi am Sonntag Abend anrief ob ich wohl mitgehen würde in die Lizum zu einer Saisonauftakt Skitour dachte mein Kopf: „Nein es hat ja noch gar keinen Schnee“ doch meinen Mund hörte ich nur sagen: „Ja sicher, wann starten wir?“. Das Ziel wurde, nach kurzer Internetrecherche, wo denn das weiße Gold heruntergekommen wäre, auf den Mittagkopf bei Scharnitz verlegt. Die ehemalige Skipiste bietet uns einen relativ Steinfreien Untergrund und das letzte Stück zum Gipfel geht es in einem verschneiten Märchenwald zum unscheinbaren Gipfel.
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Signalkuppe (4559m) 1.4.2007 – 3.4.2007
Habe Manu überreden können, dass wir um 3:00 früh losfahren. Hab ihr versprochen, sie kann im Auto weiterschlafen. Die Anfahrt über Mailand nach Alagna Valsesia verläuft problemlos und so stehen wir schon vor Mittags an der Bahn um in Richtung Punta Indrem zu schweben. Die Fahrt mit der Bahn ist ein echtes Erlebnis. Die Liftstützen sind teilweise noch in Holzbauweise gehalten. Wir sind froh, als wir sicher an der Bergstation ankommen, die Bahn war den halben Winter ausgefallen und schon am nächsten Tag sollte die Bahn wieder für mehrere Tage stehen. Mit schwer bepacktem Rucksack geht es zur Mantova Hütte.
WeiterlesenGrießkogl (2712m) 22.3.2007
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Habe heute in der Früh aus dem Fenster geschaut und meinen Augen kaum getraut: strahlend blauer Himmel. Also schnell die Ski ins Auto packen und heute einmal mit dem Auto zur Arbeit fahren. Fahmi müsste doch frei haben? Ein kurzer Anruf, er nimmt nicht ab, na ja um 7:30. Also starte ich erstmal mit der Arbeit. Plötzlich ein Anruf von Fahmi. Wir verabreden uns um 9:00 um auf den Lampsen zu gehen. In Praxmar angekommen Felle ich heute Goggis Ski auf um diese fetten Latten einmal bei ordentlich Powder testen zu können. Da ich eigentlich nicht schon wieder Lampsen gehen will frage ich Fahmi ob er fit genug ist, damit wir auf den Grießkogl spuren können. Er ist natürlich sofort einverstanden und so verlassen wir die ausgetretene Spur auf Höhe des Zirmkogel. Das Spuren durch den 30cm hohen Pulverschnee ist sofort anstrengend, doch wir wechseln uns immer wieder ab und so gewinnen wir langsam an Höhe.
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Der Anstieg über die Kühgrübl erscheint uns zwar sicherer doch auch hier müssen wir zum Schluss über einen fast 35° steilen Hang. Da es hier in Kühtai allerdings relativ wenig Neuschnee gegeben hat hoffen wir mit einer guten Spuranlage den Hang sicher aufsteigen zu können.
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Die letzten Meter zum Grat kratzen schon ziemlich stark an der 35° Grenze und so bin ich froh endlich auf dem sicheren Grat angekommen zu sein. Hier bekommen wir auch einen guten Einblick in das Objekt unserer Begierde. Ein 400m breiter Hang zieht mit einer konstanten Steilheit zwischen 30° und 35° über 500hm hinunter. Das Auge verliert sich richtig in der großen weißen Fläche.
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Auf den letzten Metern zum Gipfel spüre ich meine gestrige Nachtskitour ganz gut in den Beinen und so bin ich froh, dass Fahmi hier spurt. Bei angenehmen Sonnenschein genießen wir die Gipfelrast und besprechen unsere Abfahrtstaktik. Der Hang bietet keine sicheren Wartepunkte und so beschließen wir, dass Fahmi den ganzen Hang hinunter fährt und unten fahrbereit stehen bleibt. Im Falle einer Lawinenauslösung durch mich könnte er so schnell wegfahren. Fahmi schreit mir noch, dass der Hang recht gut hält, dann reiht er Schwung an Schwung. Als Fahmi endlich stehen bleibt bin ich an der Reihe. Da ich auf diese Skier noch nicht eingestellt bin beginne ich die ersten Schwünge noch etwas zögerlich. Doch schon nach 2-3 Kurven habe ich ein Gefühl und kann jeden Schwung so richtig durchziehen. Nach einem Drittel des Hanges denke ich mir: „Wow, das wird nie mehr enden“. Doch nach zwei Dritteln spüre ich wie meine Oberschenkel nach einer Pause rufen. Ich gebe ihnen natürlich nicht nach und ziehe bis zu Fahmis Standplatz durch.
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Nun müssen wir noch durch uns unbekanntes Gelände den richtigen Weg nach unten finden. Doch mit der Karte stellt sich das als kein Problem heraus und so wagen wir noch einen letzten Blick auf unseren „Paradieshang“ um dann in immer schwerer werdenden Pulver in Richtung Praxmar zu fahren.
