Lüsener Villerspitz (3027m)

Schattenspiele

Das ist heute aber ein verflixter Start, kaum in Lüsens angekommen, bemerke ich, dass ich das LVS Gerät vergessen habe. Ohne weigert sich Fahmi berechtigterweise mit mir auf Tour zu gehen und so hilft es nichts. Nochmal raus ins Inntal und eine Stunde später losgestartet. Schon beim Aufstieg können wir Abfahrtspuren durch den normalerweise nicht befahrbaren Felsteil unter dem Schönlüsenstal erkennen. Doch bevor auch nur an die Abfahrt zu denken ist will erstmal der Aufstieg durch den steilen Zirbenwald geschafft werden.

Ende des steilen Waldstücks

Und tatsächlich, nach der kurzen Querung können wir erkennen, dass die Spuren dem Talausgang des Schönlüsenstal folgend. Super so sparen wir uns den unguten Gegenanstieg!

Querung ins Schönlüsenstal

Fahmi meint dann, für ihn wird der Gipfel heute stressig und so ziehe ich etwas voraus. Der Gipfelanstieg ist dann tatsächlich etwas ungut und wäre für ihn mit Splitboard sicher sehr unangenehm geworden. Aufgrund des späten Starts stehe ich erst um 14:00 am höchten Punkt und so spute ich mich, zurück zu Fahmi, der auf einem Joch eine gemütliche Rast eingelegt hat zu kommen.

Abfahrt

Da heute scheinbar fast alle Tourengänger den steilen Gipfelhang abgefahren sind, ziehen wir unsere Spuren in der Nähe unseres Aufstiegsweges. Das Gelände ist hier zwar etwas flacher als im Gipfelhang, doch der unverspurte Schnee entlockt uns ein paar Juchzer. Die Abfahrt durch den Felsriegel erweist sich dann als angenehme Alternative zum Gegenanstieg und so erreichen wir unbeschwert das Auto.

Schöntal (2611m)

Der Sonne entgegen

Unser Klassiker die Schöntalspitze beziehungsweise einer ihrer unzähligen Varianten wie Schöntaljoch, Zischgelesscharte usw… stand heute am Programm. Dass wir den Gipfelhang bei einer erheblichen Lawinengefahrenstufe auslassen war von vornherein klar. Außerdem erlaubte unser begrenztes Zeitkontingent nur eine kurze Halbtagestour. Da unsere Ausrüstung auch nicht gerade zum leichtest möglichen Material gehört, ist auch ein neuer Höhenmeter pro Stunde Rekord nicht wirklich unser Ziel.

Nach dem ersten Steilstück

Doch wirklich langsam wollen wir bei dieser Kälte auch nicht gehen und so folgen wir den Spuren bis zum erreichen der ersten Sonnenstrahlen. Nach 1000 Höhenmetern beschließen wir, die verbleibende Restzeit für eine gemütliche Abfahrt aufzuwenden und so legen wir unsere Spuren in unverspurte Hangbereiche in die Mitte des Schöntals.

Unser heutiger „Gipfel“

Wetterkreuzkogel (2561m)

Gipfelaussicht mit Maningkogel und Acherkogel

Die derzeitigen Verhältnisse wollen genutzt werden! So starten meine Eltern und ich heute wieder in Richtung Kühtai. Heute sind sogar die Parkplätze geräumt und somit ist der Plan das Wetterkreuz mit Skiern zu besteigen umsetzbar. Die Aufstiegsspur folgt im unteren Teil recht steil dem Sommerweg, so können wir gleich unsere Gehtechnik verfeinern.

Im steilen Waldstück

Wummgeräusche im Mittelteil der Tour mahnen uns auch heute kein Risiko einzugehen. Somit halten wir uns auch bei der Abfahrt an die möglichst wenig steile Variante. Doch so früh im Jahr finden wir genügend Flächen um unsere eigenen Spuren in jungfräulichen Pulverschnee zu zaubern.

Abfahrt im MIttelteil

Grieskogelscharte (2598m)

Es schneit weiterhin ausgiebig, das wollen Manu und ich uns natürlich nicht entgehen lassen. Doch aufgrund der Lawinengefahr sind einige höhere Ausgangspunkte nur erschwert erreichbar. Kühtai ist sowohl von Gries als auch der Abschnitt zwischen Ötz und Ochsengarten gesperrt. Doch der Weg über das „Sattele“ ist frei und sogar gut geräumt.

Natürlich kommt bei der Lawiengefahr nur ein sehr sicheres Ziel in Frage und so ziehen wir unsere Spuren in Richtung Grieskogelscharte. Obwohl der Schlusshang nicht sonderlich steil ist beschließen wir heute sogar einige Meter davor unsere heurige Eingehskitour zu beenden, sicher ist sicher. Das unsere optionale Partnerauslösung funktioniert können wir auch gleich testen, beim Rucksack aufnehmen kommt Manu an den Auslösegriff und mit einem Knall entfalten sich um uns beide jeweils 2 Flügel. Da das Wetter nicht gerade zum ABS Ballon einpacken einlädt, beschließen wir mit den geöffneten Ballons abzufahren.

Der Schnee ist zwar recht gut, aber bei einer Sichtweite von wenigen Metern will kein großes Vergnügen aufkommen. Beim Auto angekommen müssen unsere Flügel dann doch eingepackt werden und danach geht es schnell nach Hause.

Hoarlig (1350m)

Waldweg

Juhu der erste Schnee in der Saison 20/21. Das wollen Peter und ich uns natürlich nicht entgehen lassen. Eine weite Autofahrt ist aber bei den heutigen Straßenbedingungen auch nicht wirklich empfehlenswert. Also bleiben wir in unserer Heimatgemeinde und erklären die Hoarlig zu unserem heutigen Tagesziel. Vom Ausgangspunkt Hof, geht es über den Forstweg bis zu den Schneisen der Hoarlig. Der einsetzende Regen lädt uns nicht gerade auf eine gute Abfahrt ein und so beschließen wir nach 500 Höhenmetern, unser heutiges Ziel als abgehakt zu betrachten.

Abfahrt

Die Abfahrt ist dann überraschenderweise gar nicht mal so übel und so freuen wir uns auf eine hoffentlich schneereiche Saison.