Valle Maggia / Ponte Brolla 17.5.2007-20.5.2007

Mit der Highlive Adventuregroup ins Tessin zum klettern gefahren. Joggl holt mich kurz vor 6:00 ab und zu fünft eingezwängt zwischen vielen Gepäckstücken geht es erst zur Raststation Tofana Tirol. Dort treffen wir David und March, welche uns etwas Gepäck abnehmen. Bei strömenden Regen tingeln wir durch die Schweiz. Unsere Hoffnung auf schönes Wetter bekommt bei Schneefall am San Bernardino Pass einen ganz schönen Dämpfer und so ist auch bei der Ankunft am Campingplatz Piccolo Paradiso der Himmel bedeckt. Macht aber nichts zuerst einmal eine Pizza verdrückt. Schon während dem Essen können wir erste Löcher in der Wolkendecke erspähen und um ca. 13:00 scheint tatsächlich die Sonne. Also auf zu den Kletterfelsen im Sektor Speroni.

Sperone / Quarzo (6+)

Da in der Quarzo schon einiger Andrang herrschte beschlossen Marina und ich zuerst über die Zombillo einige Seillängen nach oben zu klettern. Da wir heute das erste Mal gemeinsam eine mehrseillängen Tour kletterten, konnten wir so unsere Seiltechniken aufeinander abstimmen. Da wir eigentlich von Anfang an eine schön flüssige Klettergeschwindigkeit erreichten, beschlossen wir die Tour über die Quarzo zu beenden. Im oberen Bereich wurde die Tour erst richtig interessant und so waren wir froh die unteren Platten endlich hinter uns zu haben um im steileren Gelände endlich auch einmal die Hände einsetzen zu können. Am Stand hielten wir mit zwei älteren Kletterern aus Deutschland immer wieder ein nettes Schwätzchen und so verging der Tag wie im Fluge.

Alhambra (7+)

Beflügelt von unserer gestrigen Kletterleistung beschlossen Marina und ich heute die Alhambra zu versuchen. Sollten wir zu langsam sein wäre ein Rückzug in einer solchen Tour noch gut vertretbar. Am Einstieg trafen wir die beiden Kletterer von gestern wieder und so verging auch die Wartezeit bis sich alle Seilschaften eingeordnet hatten recht kurzweilig. Endlich um 10:00 waren wir an der Reihe, zuerst noch als letzte Seilschaft kletternd sollte bald eine Familie zu uns aufschließen, welche aber nur einige Seillängen im unteren Bereich der Tour kletterten. Bald waren wir wieder die letzte Seilschaft in den glatten Platten. So mussten wir an den Ständen zwar immer wieder warten, aber wenigstens stresste uns wenigstens keine Seilschaft von hinten. Da wir eigentlich nie den Anschluss an die vorderen Seilschaften verloren, waren wir frohgemutes die heutige Kletterei in adäquater Zeit hinter uns zu bringen. Nach den extrem glatten Platten kam eine etwas gesuchte Kletterei mit der eigenartigen Schlüsselstelle in waldigem Gelände. Aus Zeitgründen begrub ich hier meine Freikletterprinzipien und mit einem beherzten Griff in die Schlinge war auch diese Stelle schnell überwunden. Im obersten Bereich wartet dann wirklich schöne steile Granitkletterei auf uns. Leider ist vor unseren neuen Bekannten (im Gipfelbuch lesen wir, dass sie Werner und Ekkehard heißen) eine sehr langsame Seilschaft unterwegs und so schmerzen die Zehen auf dem immer heißer werdenden Granit ganz schön. Nach 8 ½ Stunden Kletterzeit, welche wir größtenteils wartend an Ständen hinter uns gebracht haben waren wir endlich am letzten Stand angekommen.

Gemeinsam mit Ekkehard und Werner brachten wir die Abseilstellen schnell hinter uns. Leider passierte mir beim Abseilen ein Missgeschick und so trat ich einen Stein auf eine weiter unten kletternde Seilschaft los. Der Stein traf den Kletterer knapp über dem Knöchel und verursachte einen ordentlichen Blauen. Sorry nochmals tut mir wirklich leid. Kurz vor dem Dunkel werden kamen wir endlich am Campingplatz an und die anderen begrüßten uns schon mit Lagerfeuer, Gegrilltem und um den Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen, kaltem Bier.

Scaladri / Fantasia (7-)

Marina wollte nach der gestrigen Tour gemütlich in den Klettergarten gehen und so bildeten Bu@ und ich eine Seilschaft. Werner und Ekkehard hatten uns gestern die Tour Taroc am Scaladri empfohlen. Da diese Tour allerdings einige Schlüsselstellen in siebener Platten hatte suchte ich im Führer nach einer etwas leichteren Tour. Da ich sowieso meinen Umgang mit Friends und Keilen im Granit etwas verbessern wollte viel unsere Wahl auf die etwas leichtere dafür aber auch schlechter abgesicherte Fantasia. Sie hatte zwar nur 2 Sterne im Führer, wir hofften allerdings, dass dieser Umstand einige Leute abschrecken würde. Ein kurzer Verhauer bremste unseren Tatendrang, doch nach einem kurzen Abseiler waren wir wieder auf dem richtigen Weg. Die 7- Plattenstelle stellte meine sehr zerschlissenen Alpinkletterpatschen (nach dem gestrigen Tag protestierten meine Füße einfach gegen die engen Sportkletterschuhe) zwar vor eine schwierige Aufgabe, doch nach einiger Wüterei gelang mir auch diese Stelle. Danach folgten noch gut 10m über einen Piazriss der gut selbst abzusichern ging zum Stand. Danach ging es in sehr abwechselnder Kletterei immer weiter nach oben. An einer heikleren Stelle konnte auch Bu@ seinen ersten Link Cam einsetzen und so konnten wir beide die heutige Tour richtig genießen. Im oberen Bereich erwarten uns wunderschöne ausgewaschene Felsstrukturen. Das Gelände weist kaum Risse auf und so freuen wir uns über jeden Bohrhaken in den glatten Platten.

Ich beziehe einen gemütlichen Stand in einer ausgewaschenen Mulde, welche sich als Fernsehcouch perfekt eignen würde.

In den Steilaufschwüngen ziehen sich immer wieder griffige Risse durch den Fels.

Zum Schluss zieht noch einmal eine sehr glatte Platte mit einem ordentlichen Bohrhakenabstand zu einem lauschigen Standplatz, allerdings ist die Tour meiner Meinung nach sehr intelligent gebohrt und so kann vor den schwersten Stellen immer geklickt werden. Ich sichere Bu@ noch über die schwere Platte, bevor er eine recht kurze aber knackige und mit nur einem Bohrhaken abgesicherte Seillänge zum Abstieg ausquert.

Die angeschrieben 25 Minuten vom Ausstieg bis nach Avegno schaffen wir zwar nicht, der Abstieg ist Landschaftlich allerdings wunderschön und auch relativ unkompliziert. Da uns der Weg direkt zum Campingplatz leitet, können wir auch noch das wirklich hübsche Örtchen bewundern.

Insgesamt waren wir überrascht, dass die Tour nur mit 2 Sternen im Führer bewertet war, mir gefiel die Kletterei wesentlich besser als in der Alhambra, es war sogar bisher eine meiner schönsten Granittouren. Aber vielleicht konnten wir die Tour besser genießen, da die Anforderungen an die Kletterschwierigkeiten doch ein ganzes Stück geringer ausfielen.
Abends trafen wir uns noch mit Ant, Becks und Simon aus dem forum.outdorseiten.net und so verbrachten wir einen gemütlichen Abend beim Wein (Danke an Becks nochmals fürs „aushelfen“).
Da die Finger und Zehen langsam nach einer Pause riefen fuhren wir am letzten Tag alle gemeinsam in einen kleinen Klettergarten (der Blick auf die Wände von Ponte Brolla hat uns bei diesem Massenansturm schnell umdrehen lassen), und genossen noch einen gemütlichen Urlaubsausklang in sehr leichten perfekt eingebohrten Touren.

Rocca Sbarua 4.4.2007-10.4.2007

In Pinerolo angekommen suchen wir uns zuerst den Weg nach San Pietro Val Lemina. Ab dort geht es dank der perfekten Anreisebeschreibung unkompliziert zum B&B San Bernardino. Endlich angekommen staunen wir nicht schlecht. Die Zimmer sind purer Luxus und auch die Aussicht ist genial. Da wir doch ziemlich kaputt sind geht es am Abend nur noch nach San Pietro in die Pizzeria il Gambero. Wie sich herausstellt eine sehr gute Wahl. Super Miesmuscheln und eine echt gute Pizza, wir hören später von Valentina unserer Zimmervermieterin, dass der Pizzakoch extra seinen Urlaub beenden musste, damit die Kinder ihre wöchentliche Pizza in der Dorfschule bekommen.
Da der nächste Tag sehr regnerisch war beschäftigten wir uns mit dem Kauf von Kletterführern und frischen Vorräten. Natürlich durfte bei einem kurzen Sonnenfenster eine Esel streichel Aktion nicht fehlen.

Von Monte Rosa un…

Am nächsten Tag ging es mit dem Auto bis zu einem Parkplatz knapp vor Dairino. Unser Klettermaterial geschultert, die Campingausrüstung werde ich später nachholen, ging es gemütlich wandernd zum Refugio Melano, welches sich als Baustelle herausstellt. Die Gegend ist wunderschön und wir können es kaum glauben, dass wir im ganzen Gebiet keine Menschen treffen. Nur zwei Rucksäcke stehen einsam auf einer Bank beim Refugio. Nachdem Manu noch ein wenig gelesen hat und ich die umliegenden Felsen ausgechecked habe.

Von Monte Rosa un…

Versuchen wir uns im kleinen Klettergarten Meteora. Nachdem wir für uns alle interessanten Routen abgehakt haben geht es zurück. Beim Refugio muss ich mich auf den Weg zu unserem Auto machen um den Rucksack mit unserer Campingausrüstung zu holen. Nachdem das Zelt endlich aufgebaut ist mache ich mich ans kochen.

Von Monte Rosa un…

Während Manu auf dem Sofa in unserem „Wohnzimmer“ chilled.

Von Monte Rosa un…

Am nächsten Tag übersiedeln wir in den Sektor Rivero. Die Route Vechia Lira mit einer Schlüsselseillänge im 6b Bereich, welche auch A0 gemacht werden kann ist unser heutiges Ziel. Manu steigt gleich mutig in die ersten beide Seillängen ein. Ich nehme mir die nächsten beiden Seillängen vor. Da das Ende der vierten Seillänge ziemlich nass ist, drückt es mir doch ein paar Schweißperlen auf die Stirn. Bei dieser Absicherung kommt allerdings kein größerer Stress auf. Da jetzt Manu für die 6b Länge im Vorstieg dran ist zögert sie kurz. Doch mit einem beherzten Griff in die Expressschlinge ist auch diese Seillänge kein Problem. Die letzten beiden Seillängen sind dann wieder etwas nass doch wir erreichen sicher den Abstieg. Der geht dank einiger Eisenketten auch überraschend einfach, kein Vergleich mit manchen Dolomitentouren. Anschließend baue ich uns sogar einen Tisch fürs Abendessen, welches wir bei einem Gläschen Wein dann richtig genießen.

Von Monte Rosa un…

Nach dem Essen gibt es noch ein gemütliches Pfeifchen und ich gehe vom Gläschen zur Flasche über 😉

Von Monte Rosa un…

Nach einem nächtlichen Besuch einiger Wildschweine, bekomme ich am nächsten Tag mein gezerrtes Seitenband mit SAM Splint professionell geschient.

Von Monte Rosa un…

Und so humple ich zum Einstieg der Gervasutti-Ronco. Angeblich eine der eher schlecht abgesicherten Routen im V+ Grad. Von der schlechten Absicherung kann ich zwar nichts finden, dafür bietet der Fels traumhafte Kletterei. Die erste Seillänge folgt einem schrägen Riss der uns herrlich ausgesetzt um die Kante zu einem angenehmen Standplatz in der Sonne führt. Die leichtere zweite Seillänge steigt Manu wieder vor. Da sie sich heute aber nicht sehr sicher fühlt überlässt sie anschließend gerne mir die Führung.

Von Monte Rosa un…

Die beiden letzten Seillängen folgen einer steilen Rissverschneidung die am Ende noch einmal eine ordentliche Piaztechnik verlangt.

Von Monte Rosa un…

Die letzten Meter über die Stahlketten zum “Gipfel” schenken wir uns und gehen gleich zum Abstieg über. Am Einstieg klettere ich im Sektor Normale mit meinem 60m Seil noch ein paar 3 Seillängen Touren in einem Zug durch. Schwer bepackt heißt es jetzt noch den Heimweg in Angriff nehmen.

Von Monte Rosa un…

Mit einem wehmütigen Blick zurück verabschieden wir uns von den in der Abendsonne leuchtenden Felsen.

Von Monte Rosa un…

Nach einer Nacht im Auto auf einer Autobahnraststätte kommen wir am nächsten Morgen in Finale Ligure an. Wir haben hier wieder einmal Wetterpech (vor 3 Jahren hatten wir in Finale Schneefall) und so verkünde ich plötzlich: „Mir reichts mit Finale fahren wir heim!“

Von Monte Rosa un…

Bei einem kurzen Zwischenstopp treffen wir Fahmi, Johnny und Maria auf einen Capuccino in Arco. Auch die Pfaffenhofer Truppe ist vollständig versammelt. Da ich mit meinem Fuß im Moment aber sowieso nicht gut klettern kann beschließen wir noch am selben Tag heimzufahren.
Zuhause genießen wir unsere letzten Urlaubstage am Inn direkt vor unserer Haustüre mit einem gewaltigen Blick auf die Hohe Munde.

Von Monte Rosa un…

Signalkuppe (4559m) 1.4.2007 – 3.4.2007

Habe Manu überreden können, dass wir um 3:00 früh losfahren. Hab ihr versprochen, sie kann im Auto weiterschlafen. Die Anfahrt über Mailand nach Alagna Valsesia verläuft problemlos und so stehen wir schon vor Mittags an der Bahn um in Richtung Punta Indrem zu schweben. Die Fahrt mit der Bahn ist ein echtes Erlebnis. Die Liftstützen sind teilweise noch in Holzbauweise gehalten. Wir sind froh, als wir sicher an der Bergstation ankommen, die Bahn war den halben Winter ausgefallen und schon am nächsten Tag sollte die Bahn wieder für mehrere Tage stehen. Mit schwer bepacktem Rucksack geht es zur Mantova Hütte. Da wir nicht reserviert haben werde ich langsam nervös ob wir ein Plätzchen auf der Hütte erhalten. Endlich auf der Hütte angekommen erklärt uns der Hüttenwirt allerdings: „ No Problem“ und wir erhalten sogar ein 3 Bett Zimmer ganz für uns alleine! Da wir jetzt doch ganz schön lange auf sind beschließt Manu noch ein wenig zu chillen. Ich kann mich allerdings nicht zurück halten und so steige ich bei schlechter werdender Sicht noch bis zu einer Höhe von ca. 4000m auf. Zurück auf der Hütte finden sich langsam alle Gruppen im Gastraum zum Abendessen ein. Auf der Hütte befinden sich an diesem und auch am folgendem Abend nur deutschsprachige Gruppen. Das Abendessen auf der Hütte ist wirklich hervorragend und auch der Wein mundet uns sehr. Da draußen 30cm Neuschnee fällt ist die Stimmung in der Hütte sehr ausgelassen. Als ich durch den Schnee aufs Klo gehe, knicke ich plötzlich um und spüre einen stechenden Schmerz im rechten Sprunggelenk. Mühsam humple ich noch in unser Zimmer und hoffe, dass ich morgen eine Skitour gehen kann.
In der Früh begrüßt uns ein zauberhafter Sonnenaufgang.

Von Monte Rosa un…

Wir sind die letzten die sich in die Spur auf die Signalkuppe einreihen. Da der Hüttenwirt gestern allerdings meinte ein Seil wäre nicht nötig, können wir die anderen Gruppen beim Anseilen am Gletscher einholen. Da in dieser Höhe ein eisig kalter Wind bläst können wir die ersten Sonnenstrahlen kaum erwarten.

Von Monte Rosa un…

Mit Blick auf den mächtigen Lyskamm legen wir eine erste Rast nach ca. 2 Stunden ein.

Von Monte Rosa un…

Noch sehen wir keine Abfahrtsspuren in den Hängen um uns, doch wir können schon den ersten Hubschrauber dröhnen hören. Beim Hubschrauberlandeplatz angekommen müssen wir in einer abenteuerlichen Querung ca. 50hm nach unten. Doch ab hier können wir unser heutiges Tagesziel endlich erkennen: die Signalkuppe mit der Capanna Margeritha, auf einer Seehöhe von 4559m die höchsten Hütte der Alpen.

Von Monte Rosa un…

Langsam spüren wir die fehlende Akklimatisation und so schleppen wir uns die letzten Höhenmeter bis zum Skidepot. Hier gilt es noch eine letzte Steilflanke zu überwinden. Da wir eventuell über die Südflanke abfahren möchten trage ich die Ski und Manu die Stecken noch bis zum Gipfel. Im Hintergrund leuchtet die Nordwand des Lyskamms zu uns herüber.

Von Monte Rosa un…

Nach 4,5 Stunden stehen wir endlich am Gipfel und Manu hat ihren ersten Alpenviertausender bestiegen.

Von Monte Rosa un…

Da die Einfahrt der Südflanke vereist ist und die 1200hm Aufstieg uns in den Knochen stecken fahren wir nur über die kurze Westflanke ab. Im oberen Bereich ist die Abfahrt stark windverpresst, doch je tiefer wir kommen, desto besser wird der Pulver. Der Gegenanstieg ist überraschend kurz und so ziehen wir unsere Spuren durch teilweise knietiefen Pulver zur Hütte. Auf der Hütte gibt’s erstmal ein Belohnungsbier und Cola und dann wird eine Runde geschlafen. Mit Riesen Hunger geht’s schließlich zum Abendessen. Da mein Fuß immer noch schmerzt suchen wir allerdings bald wieder unsere Betten auf.
Am nächsten Morgen geht es wieder den gleichen weg nach oben bis zu unserem Frühstücksplatz. Die verharschten Spuren lassen beim Gedanke an die Abfahrt keine Hochstimmung aufkommen. Da Manu nur gemütlich zur Ludwigshöhe aufsteigen will, ich aber einen Versuch am Lyskamm wagen möchte, trennen wir uns hier. Ein Bergführer einer Globetrek Gruppe meint zu Manu: „ Pass auf Madl da ischs Löchrig“. Manu bleibt dann in der Nähe der Aufstiegsspur. Ob der Führer den Hang für sich unverspurt haben wollte werden wir nie erfahren, er ist uns jedenfalls schon auf der Hütte mit einigen großspurigen Kommentaren aufgefallen. Spalten habe ich dort bis auf den Bergschrund zumindest noch nie gesehen.
Da der Neuschnee am Grat zum Lyskamm nicht windgepresst ist beschließe ich nach einer ordentliche Wühlerei im fast senkrechtem Pulver mein heutiges Unternehmen aufzugeben und so treffen Manu und ich uns bald wieder beim Frühstücksplatzl.

Von Monte Rosa un…

Die Abfahrt erweist sich als wie erwartet bes…n. Ich hole noch unser restliches Material von der Mantova Hütte. Bedanke mich beim Wirt für den wirklich tollen Service und steige noch einmal 100hm zu Manu auf um über eine steile Rinne zur Punta Indrem abzufahren. Die Skiroute zurück zum Skigebiet führte uns zuerst durch steile Hänge mit knietiefen Sulz und zum Schluss mussten wir mit unseren schweren Rucksäcken noch eine fast ebene Querung angehen. Ab hier verflucht mich Manu wirklich, doch mit der anschließenden Übernachtung im B&B San Bernardino mit den Eseln und dem super Abendessen bei Miesmuscheln und Pizza kann ich ihr wieder ein Lächeln auf ihr hübsches Gesicht zaubern. Doch das ist eine andere Geschichte.

Von Monte Rosa un…

Bolivien mit Adventuregroup 8.7.2006-12.8.2006

Wir 20 Mitglieder der Highlive Adventuregroup treffen uns, schon aufgeregt was die nächste Zeit so bringen wird am Flughafen Innsbruck. Nachdem das ganze Gepäck endlich verladen ist begeben wir uns auch schon in die Abflughalle. Zuerst noch mit einer Propellermaschine und Stewardessen mit Tiroler Dialekt nach Frankfurt. Hier beginnen die ersten Sprachschwierigkeiten und das Bier schmeckt auch anders ;-). Lange dauert die Verladung aller Passagiere für den Transatlantikflug, doch irgendwann ist auch das geschafft und wir kuscheln uns in unsere Sitze um den Flug so viel wie möglich schlafend zu überstehen.
In Sao Paulo begrüst uns ein wunderschöner Sonnenaufgang auf der südlichen Halbkugel.

Von Bolivien 2006

Über Santa Cruz und Cochabamba erreichen wir nach über 30 Stunden Flugzeit endlich La Paz. Obwohl wir vorgewarnt sind schnappen doch alle auf dem kurzen Stück vom Flugzeug zur Ankunftshalle nach Sauerstoff. Der Flugplatz El Alto liegt auf über 4000m. Nach zähen Verhandlungen Burghards mit dem Bolivianischen Zoll über unsere Essensvorräte werden wir von Hugo schon mit mehreren Toyota Land Cruisern empfangen. Durch ein wunderschönes Lichtermeer geht es hinunter nach La Paz in unser Hotel das Camino Real. Im Hotel nehmen sogar die sportlichsten Personen unter uns heute erstmal den Lift.
Am nächsten Tag steht zur Höhenanpassung erstmal eine Stadtrundfahrt mit Blick auf den Illmani an.

Von Bolivien 2006

Am Abend wurde noch gut diniert und am zweiten Tag sollte dann unsere Reise in den Süden Boliviens beginnen. Zuerst muss Hugo allerdings die gesamten Reisekosten in Empfang nehmen. Bei soviel Dollares wird auch er nervös und gemeinsam versuchen wir das Geld zu Zählen.

Von Bolivien 2006

Nachdem Hugo mit dem Geld verschwunden ist machen wir uns erstmal doch ein wenig sorgen, wir vertrauen aber auf Burghards Menschenkenntniss der meint ein guter Freund wie Hugo würde ihn nie im Stich lassen. Und tatsächlich werden wir von Hugos Fahrern bald durch La Paz zum Busbahnhof kutschiert. Einer der Fahrer sollte auch unser späterer Bergführer Felix sein. Mit unserem großen bergsteiger Gepäck (Hugo hat uns überredet im Süden Boliviens einen Vulkan zu besteigen) ist das einladen in den öffentilchen Bus nicht ganz leicht doch die Menschen sind sehr hilfsbereit und offizielle Organe weisen uns sofort darauf hin, wenn ein Gepäckstück von uns nicht gut bewacht wird. Nach kurzer Busfahrt kommen wir nach Oruro. Hier steigen wir auf den Zug um und ab geht’s mitten durch den Lago Poopo. Links und rechts von uns erstreckt sich der See und wir haben das Gefühl auf einem Boot zu sitzen. Nach einem beeindruckendem Sonnenuntergang landen wir in Uyuni.

Von Bolivien 2006

Wir wurden zwar schon vorgewarnt trotzdem ist die Kälte in Uyuni beisend und wir verspeisen unser Abendmahl in einer Pizzeria eingehüllt in unsere dicken Daunenjacken. Auch im Hotel sind wir froh unsere Expeditionsschlafsäcke dabeizuhaben.
Am nächsten morgen starten wir in einem Land Cruiser und einem geländegängigen Bus quer durch die Salar de Uyuni mit Colque Tours. Endlos zieht sich die weiße Wüste.

Von Bolivien 2006

Nach einem kurzen Stop bei einem Hotel das komplett aus Salz errichtet ist

Von Bolivien 2006

und der Isla Pescado erreichen wir die Unterkunft auf der anderen Seite der Salar de Uyuni.
Am nächsten morgen starten wir in die Hochebene mit seinen verschiednefarbigen Lagunas. Vorbei an noch aktiven Vulkanen

Von Bolivien 2006

Und bizarr geformten Lavablöcken geht es immer höher hinauf zu heißen Quellen. Dort gibt es endlich einmal wieder ein warmes Bad und das auf 4000m Höhe.

Von Bolivien 2006

Am nächsten Tag können wir schon unser bergsteigerisches Ziel den perfekt geformten Vulkan Lincancabur erspähen.

Von Bolivien 2006

Sehr früh starten wir zu unserem Marsch mit über 1500hm und erwarten schon Sehnsüchtig die ersten Sonnenstrahlen.

Von Bolivien 2006

Irgendwie will der Aufstieg über den groben Schotter kein Ende nehmen.

Von Bolivien 2006

Irgendwann ist der Kopfschmerz unerträglich stark, die Akklimatisationsphase war einfach noch sehr kurz, trotzdem schaffen wir es auf den Gipfel.

Von Bolivien 2006

Beim Abstieg haben wir kaum noch die Kraft das gewaltige Panorama zu geniesen.

Von Bolivien 2006

Am gleichen Tag fahren wir noch über die Grenz nach Chile. Abends wird natürlich kräftig gefeiert (im nachhinein erfahren wir das der Lincancabur laut neuesten Nasa Vermessungen 6014m hoch sein dürfte). Beim Rückweg nach La Paz können wir noch kurz unsere Füße in Pazifikwasser eintauchen (für mich eine Premiere).
Nach einem kurzen Erholungsaufenthalt in La Paz den wir mit Körper- und Ausrüstungspflege verbringen starten wir zu einem kurzen Zwischenstop zu Hugos Hütte dem Refugio Huayna Potosi.

Von Bolivien 2006

Während die Anderen einen Ausflug zum Gletscher starten versuche ich mich mit Fahmi am Hüttenklettergarten. In 5000m Höhe ist sogar ein VIer echt anstrengend und wir schnaufen nach jedem Zug.

Von Bolivien 2006

Abends gibt’s noch einen zünftigen Hüttenabend. Über Nacht bekommt Papa große Probleme mit dem schnaufen und so beschließen er und Hannes, dem es auch nicht so super geht und der sowieso einmal in den Dschungel wollte, nach La Paz hinunter zu fahren. Dort wird Papa in der Klinik sofort gut versorgt und die beiden verbringen nachdem sie die „Death Road“ bezwungen haben die nächsten paar Tage in Sorata.
Das restliche Team wird zuerst mit Geländefahrzeugen zum Ausgangspunkt fürs Basislager in der Condoriri Gruppe verfrachtet. Hier wird unser gesamtes Gepäck den Lamas und Eseln aufgeladen und so können wir mit leichtem Gepäck zum Basislager an einem schön gelegenen See marschieren.

Von Bolivien 2006

Da das frühe Aufstehen nicht so ganz unsere Ding ist starten wir relativ spät zum Alpamayo Chico. Dafür können wir gleich auf die ganz warme Bekleidung verzichten. Unbarmherzig brennt die Sonne beim Aufstieg über den Gletscher herunter.

Von Bolivien 2006

Felix unser Bergführer geht mit der ersten Gruppe voraus, mit Respekt beobachten wir von einem Vorgipfel diese Gruppe beim Aufstieg über die Steilflanke.

Von Bolivien 2006

Da wir beschließen den Berg ohne Fixseile zu besteigen, trennen mich nur noch eine kurze Steilstufe vom Gipfel, mit leicht zittrigen Knieen klicke ich den von Felix angebrachten Firnanker und sichere die restlichen Seilschaftsmitglieder herauf. Müde aber glücklich kommen wir alle auf den Gipfel an und geniesen bei angenehmen Temperaturen die wahnsinns Aussicht.

Von Bolivien 2006

Beim Abstieg muss die Steilstufe nochmals vorsichtig angegangen werden.

Von Bolivien 2006

Doch dann liegen die technischen Schwierigkeiten hinter uns.
Während wir am Berg schwitzen geniesen Papa und Hannes das leben in Sorata

Von Bolivien 2006

Am nächsten Tag startet eine kleinere Gruppe sehr zeitig zum Cerro Condoriri. Der Aufstieg über steile Schotterrinnen ist sehr mühsam. Leider bekomme ich am Gletscher akute Höhenprobleme und so ist mir dieser traum Grat leider nicht gegönnt:

Von Bolivien 2006

Der Rest der Truppe hat etwas ausgeschlafen und dann den perfekten Aussichtsberg Cerro Austriaco (bei diesem Namen ist eine Besteigung für uns fast Pflicht) bestiegen.

Von Bolivien 2006

Zurück in La Paz werden unsere Gipfelerfolge natürlich ordentlich gefeiert und auch meine Mama kann endlich wieder lachen da sie weiß, dass Papa nichts gröberes fehlt:

Von Bolivien 2006

Am nächsten Tag verlassen wir Fahmi, der von der Kälte erstmal genug hat und in Chile sich an zwischnemenschlicher Wärme erfreut ;-).

Von Bolivien 2006

Der Rest der Truppe bricht mit dem Bus in Richtung Sorata auf. Vorbei am Titicacasee geht es zuerst über eine gut ausgebaute Strasse. Mit der Zeit wird die Landschaft immer schroffer und irgendwann windet sich die Strasse steil nach unten zum kleinem Bergsteigerdorf. Da wir uns jetzt nur noch auf 2600m befinden können wir endlich wieder einmal richtig durchschnaufen und uns an der grünen tropischen Landschaft erfreuen. Doch schon am nächsten Tag geht es unserem Ziel dem Ancohuma (6425m) entgegen. Am heiligen See errichten wir ein erstes Zwischenlager und können noch eine unerforschte Siedlung aus Präinkazeit begutachten. Am nächsten Tag führt uns unser Weg steil hinauf zum Eissee in den der Gletscher des Ancohuma hineinragt. Hier errichten wir unser Basislager.

Von Bolivien 2006

Da die Nacht sehr kalt war und Papa wieder seine Atemprobleme bekommt steigen Manu, die einfach keine Lust auf eine weitere kalte Nacht auf Schnee hat und Papa ab nach Sorata. Da die wenigsten Träger festes Schuhwerk für den Gletscher besitzen, heist es von nun an richtig schleppen um unser Hochlager zu errichten. Da der Gletscher in diesem Jahr extrem zerrissen ist können wir das Hochlager nicht auf der geplanten Höhe von 5500m errichten. Auf 5200m finden wir einen kleinen spaltenfreien Platz und mit Mühe versuchen wir unsere Zelte gegen den starken Höhenwind abzuspannen.

Von Bolivien 2006

Inzwischen bereitet Tomitillia unsere höhenerfahrene Köchin (wir erfahren später, dass sie selbst Touren Guide ist) ein für diese Höhe echt leckeres Abendessen, nur das Uncle Bens Reisgericht will einfach nicht mehr durch werden.

Von Bolivien 2006

Wir geniesen noch die letzten Sonnenstrahlen am Fuße unseres morgigen Ziels.
Um 3:00 heißt es Tagwache. Die Schuhe sind kalt und steifgefroren, niemand will aus dem warmen Schlafsack kriechen, hilft aber nichts. In stockfinsterer Nacht, nur durch den Schein unserer Stirnlampen erhellt findet Felix einen Weg durch das Spaltengewirr. Da wir viele Spalten umgehen müssen wir uns im Zickzack durch das Labyrinth bewegen und gewinnen nur langsam an Höhe. Die Berggipfel um uns sind schon in gleisendes Sonnenlicht getaucht doch wir frieren im Schatten bei einem eisigen Wind. Kurz bevor uns die Sonne erreicht begegnet uns ein deutscher Bergsteiger der mit seinem einheimischen Bergführer aufgrund des starken Höhenwindes unter dem Grat umgedreht ist.

Von Bolivien 2006

Felix ist mit seiner Gruppe ein Stück voraus um den Weg auf den Grat zu suchen. Leider haben sie einen Verhauer und müssen wieder ein Stück zurück. Felix findet dann eine gute Linie durch die doch recht steile Rinne. Er legt sein Seil als Fixseil für die obere Flanke aus und so muss ich mit unserem Seil nur noch die halbe Flanke versichern. Die letzten Meter auf den Grat sind sehr anstrengende Eiskletterei. Da alle ziemlich müde sind, der Grat sehr lawinengefährlich zu sein scheint und wir keine Zeit haben den Grat ordentlich zu versichern beschließen wir uns mit der erreichten Höhe zufrieden zu geben.

Von Bolivien 2006

Felix und ich bauen noch schnell die Fixseile ab.

Von Bolivien 2006

Beim Hochlager angekommen bin ich dann so richtig fertig.

Von Bolivien 2006

Da wir allerdings mit den Trägern für morgen früh den Rücktransport vom Basislager nach Sorata ausgemacht haben, müssen wir noch das Material vom Hochlager ins Basislager schleppen.
Todmüde falle ich im Basislager in meinen Schlafsack. Doch schon am nächsten morgen heißt es auf und 2000hm Abstieg nach Sorata. Allerdings können wir diesmal wieder einen guten Teil unseres Gepäcks den Trägern übergeben. Jetzt bin ich echt total froh darüber.
In Sorata begrüßen uns schon Manu und der Rest der Truppe mit Whiskey. Manu hat die Zeit sichtlich genosen und ist schon wieder richtig erholt.

Von Bolivien 2006

Am Abend gabs dann, trotz nicht erreichten Gipfel, noch eine riesen Grillpartie mit den Trägern, unseren Köchinnen und Felix. An dem Abend ging keiner von uns nüchtern ins Bett.

Von Bolivien 2006

Auf dem Rückweg nach La Paz durfte ein obligatorischer Stop am Titicacasee natürlich nicht fehlen.

Von Bolivien 2006

Schließlich kamen wir schon wieder gut erholt und sicher in La Paz an.
Die meisten von uns 20 reisten dann sehr überstürzt, unsere Fluglinie Varig hatte große finanzielle Probleme und musste einige Flüge streichen, ab. Manu und ich blieben noch in Bolivien und Fahmi sollte dann von Chile zu uns kommen.

Von Bolivien 2006

Zuerst mussten Manu und ich uns in La Paz ein anderes Hotel suchen, da das Camino Real ohne Gruppenermäßigung einfach zu teuer war. Wir konnten aber unsere Pässe und Flugtickets dort zurücklassen. Da wir den Titicacasee noch nicht ausgiebig besuchen konnten, machten wir uns zuerst nach Copacabana auf um einen in unserem Reiseführer beschriebenen Trail in Richtung Sonneninsel zu gehen. Irgendwann organisierten wir uns die Überfahrt und suchten uns auf der Insel ein nettes Hostal. Ein Junge hatte uns angeboten Pferde für einen Inseeltrip zu organisieren. Leider waren alle Pferde des Ortes schon irgendwo verbucht und so machten wir uns auf Schusters Rappen wieder auf den Weg die Insel zu erkunden. Die Landschaft war wirklich schön und so genoßen wir den Tag mit gemütlichen herumstrawanzen. Zurück in La Paz war Manu für weitere Bergabenteuer nicht mehr zu bewegen und so machten wir uns auf das andere Bolivien, den Dschungel, zu erforschen. Über eine wirklich abentuerliche Strasse gings hinunter ins Benitiefland nach Rurrenabaque.
Dort buchten wir ganz Tourilike eine 3 tägige Dschungeltour mit Krokodilen, Anacondas und allem was dazugehört. Die Tour war wirklich extrem interessant und so wurde von uns die Idee geboren von Rurre über den Rio Beni und dem Amazonas mit dem Kajak zum Meer zu reisen. Wieder in Österreich haben wir dann sogar ein tolles Buch mit der Beschreibung genau jener Reise gefunden: Unterwegs zum Amazoans.
Zurück in La Paz saß plötzlich Fahmi genau im gleichen Hotel das wir ausgesucht hatten beim Frühstück. Da Varig immer noch Probleme hatte wendeten wir unsere letzte Zeit in Bolivian fürs checken der Rückflüge auf. Leider konnte Manu nur einen Tag später fliegen und so musste sie alleine die lange Heimreise antreten.

Ionische Küste mit Kajak 8.7.2005 – 29.7.2005

Manus Tagebuch während unseres Griechenlandtrips:

Fr,8.7.05

Tagwache wäre eigentlich 4:00 gewesen. Leider haben wir aber den Wecker überhört! Gott sei Dank fahren uns Simons Mama und Tante nach Venedig und so werden wir um 5:00 von Silvia per Handy geweckt, wo wir denn bleiben. Gisi aufgeladen und es ging endlich ab nach Venedig. Knapp vor Venedig stressen uns kurzer Stau und Orientierungslosigkeit ein bisschen. 30min bevor die Fähre ablegen soll kommen wir aber doch noch rechtzeitig an. Wir packen noch schnell unser Kajak. Beim Check-In müssen wir nochmals 62€ für das Kajak berappen (Motorradabstellplatz). Jetzt sitzen wir auf Deck des riesigen Fährschiffes und können unsere Blicke über die Lagunenstadt schweifen lassen.

Sa,9.7.05

Guten Morgen! Wunderschönes Wetter aber leider relativ windig! Neben der Fähre surfen gerade Delphine in der Bugwelle. Gestern hatten wir einen sehr amüsanten Abend mit Sevàn und D´olo. Jetzt sind wir fit und freuen uns auf unser griechisches Abenteuer.

Abends
Als wir in Igoumenitsa ankamen, fanden wir unser Boot eingesperrt zwischen Autos. Die Crew half uns das Kajak herauszuhieven.


Größenverhältnisse

Nun mussten wir einen Weg ins Wasser finden. Der Steg war ca. 1,5m hoch und wir beschlossen unser Kajak (mit Simon) einfach hineinzuwerfen. Alles hat gut geklappt und ich ließ mich im Wasser von Simon ziehen. Als wir dann neben dem Hafen an Land kamen, begannen wir die gesamte Ausrüstung in den Gepäckslucken zu verstauen.
Nun ging es los mit der Paddel-Bugglerei! Wir paddelten und paddelten den ganzen Nachmittag hindurch. Als wir müde wurden fanden wir aber leider keinen Platz zum Schlafen. Fix und fertig kamen wir dann endlich zu einer Bucht.
Sie gefiel uns gut und da sind wir nun!
Haben gerade ABC-Suppe gespeist und den Sonnenuntergang bewundert.

So,10.7.05

Simon hat in dieser Nacht leider nicht so gut geschlafen, da der Strand aus Steinen bestand. Mir war das egal – ich war sooo müde, dass ich auch im Sitzen hätte schlafen können.
Zum Frühstück gab´s Kaffee und Milchbrötchen. Danach ging´s los…
Nachmittags legten wir kurz an einem wunderschönen Strand an.


Traumstrand

Zuvor hatten wir die Küstenwache getroffen die uns ermahnte vorsichtig zu sein und ja nicht in der Dunkelheit zu fahren! Sie waren echt nett.
Wir machten uns dann wieder auf den Weg und fanden auch schon bald einen schönen Sandstrand. „Hier“ beschlossen wir, “bleiben wir!“ Wir kamen um ca. 3Uhr nachmittags an Die Sonne schien, immer heißer, sie brannte…, … bis 20:30. Dann wurde es endlich etwas kühler. Die Nacht war auch nicht so angenehm, da überall Sand war.

Mo,11.7.05

Früh (8:00) sind wir ausgelaufen, denn wir mussten bis 13:30 in Parga sein, ansonsten hatten die Geschäfte möglicherweise schon geschlossen. Wir brauchten dringend Brot und Käse!
In 3 Stunden kamen wir dann dort an. Nach dem Shopping setzten wir uns noch in ein nettes Restaurant um zu essen. Das Essen war gut und heiß, die Luft stand still und schwül um uns. Deshalb drückte es uns den Schweiß aus den Poren. Nachdem wir uns bei Martini und Metaxa erholt hatten, schlenderten wir zurück ins Boot und weiter ging´s Richtung Süden. Das Wetter war zwar angenehm kühl, doch die dunklen Wolken machten uns etwas Sorgen. Als es dann auch noch anfing zu regnen, landeten wir an einem gut gefüllten Strand. Dort genossen wir Bier und Kaffee und paddelten als sich die dunkelsten Wolken wieder verzogen hatten weiter. Unterwegs machten wir einen Stopp in einer Höhle. Das war für mich unheimlich und für Simon abenteuerlich schön. Leider fanden wir länger keinen Strand für die Nacht und so mussten wir bis zum nächsten Ort fahren. Hier war es aber kein Problem wild zu campieren und die Aussicht auf eine Stranddusche lies unsere salzgeplagte Haut aufatmen.


Sonnenuntergang

Nach dem Abendessen gingen wir noch in eine Strandbar. Das erste Mal konnten wir unsere Griechischkenntnisse anbringen. Die Griechen sprechen fast alle Englisch und auch ein hervorragendes Deutsch. Fast schon besser als es wir Tiroler es können.
Die Nacht war wunderbar, ganz ohne Sand und Steine. Heute bin ich sehr erholt und auch meine Kopfschmerzen sind gänzlich verschwunden! ?

Di,12.7.05

Einen faulen und gemütlichen Tag haben wir heute in dieser Ortschaft (Amoudia) verbracht. An die Weiterfahrt ist im Moment nicht zu denken, da es sehr stark stürmt und die Wellen sich türmen. Wir haben unser Zelt schon nachmittags wieder aufgeschlagen um uns vor heranbrausenden Wind zu schützen. Wir hoffen, dass sich das Meer bald beruhigen würde. Aber wahrscheinlich müssen wir mindestens 2 Tage Pause einräumen. Da dieser Strand aber perfekt ist um zu pausieren, machen wir uns keinen Stress und genießen den Tag! Am Abend gehen wir heute noch mit 4 Deutschen die wir kennengelernt haben essen.

Mi, 13.7.05

Wieder sehr starker Sturm zwang uns zum Bleiben. Um uns die Zeit zu vertreiben fuhren wir mit unserem Boot den Fluss Achéron entlang.


Acheron

Das war ein sehr schönes Abenteuer. Wir sahen viele Frösche, Vögel und sogar eine Schlange. Anfangs dachten wir, dass dicke Spinnfäden unter den Bäumen bis ins Wasser hingen. Auf dem Rückweg beobachteten wir dann einen Fischer, der unsere Spinnfäden nach gefangenen Fischen kontrollierte.
Wir stellten nach unserer Kajakfahrt wieder unser Zelt auf und lasen.
Abends gingen wir noch essen und dann kuschelten wir uns wieder in unser Riesenzelt.

Do, 14.7.05

Gleich nach dem Aufstehen spazierten wir hinaus zu den Felsen um den Wellengang zu beobachten. Sie waren noch ziemlich hoch und kräftig. Wir beschlossen bis Mittags abzuwarten ob der Wind wieder aufkäme. Doch der Sturm schien sich gelegt zu haben, so fasten wir den Entschluss es einfach zu versuchen. Als wir schon alles im Kajak verstaut hatten, gingen wir noch Wasser kaufen. Auf dem Rückweg trafen wir noch einen Fischer der uns dringend davon abriet loszufahren. Naja, so mussten wir eben noch bleiben. Nun sitzen wir in einem Restaurant und warten auf´s bestellen.

Fr, 15.7.05

Aufbruch Amoudia! Endlich ging’s weiter!
Wir kamen bis Kastrosikia, wo wir dann am Strand sofort eingeschlafen sind. Abends kam ein Ziegenhirte vorbei. Wir stellten unser Zelt auf und sobald die Sonne untergegangen war wurden wir von zahlreichen Mücken überfallen.
So gingen wir zerstochen und müde ins Bett!

Sa, 16.7.05

Nach dem Frühstück räumten wir unsere 7 Sachen zusammen. Als wir das Zelt abbauten entdeckten wir einen Skorpion.


Skorpion!

Er muss es sich in der Nacht unter unserem Zelt gemütlich gemacht haben. Wir kamen an diesem Tag bis Nikopolis, an scheinbar endlosen Sandstränden entlang. Unser Mittagessen genossen wir in einem kleinen Restaurant. Der Inhaber sprach sehr gut Deutsch und so konnten wir einige Informationen über unseren weiteren Reiseverlauf erhalten.
Eigentlich wollten wir noch bis Preveza kommen, aber es sollte einfach nicht so sein. Rückblickend war es auch besser an einem (ölverschmierten) Strand außerhalb der Stadt zu schlafen. Ansonsten hätten wir ziemlich sicher ein Zimmer nehmen müssen und das wäre mit dem Kajak vermutlich recht umständlich geworden. Wir verbrachten die Nacht an eben diesem Sandstrand – es gab sogar Strandduschen und diese nutzen wir gerne um unsere salzgepeinigte Haut zu waschen.
Es war ein feiner Abend! Wir kochten uns Fleischklöschen-Suppe, Nudeln und als Krönung: Mousse au chocolat!

So, 17.7.05

Viel zu spät, ging´s auf nach Preveza. Dort gingen wir shopping und Mittagessen.
Danach paddelten wir auf die andere Seite der Meerenge (Aktion). Entlang des Flughafens führte eine lange Küste und endlich hatten wir deren Landspitze erreicht und umrundet. Am Strand entdeckten wir viele Leute und ein Cafe. So beschlossen wir zu landen und einen Kaffee zu trinken. Gesagt-Getan. Als wir am Strand ankamen, herrschte große Aufregung wegen uns. Man erklärte uns, dass dies ein Luftwaffenstützpunkt sei und wir nicht bleiben konnten. Aber: Die Jungs klärten mit ihrem Offizier ab, dass wir auf einen Kaffee bleiben könnten. Dieser wurde uns von der Army gesponsert! Es war eine echt lustige Situation.
Dann fuhren wir weiter, kämpften tapfer gegen Wind und Wellen. Und landeten in einem Sumpf. Da war es dann aus mit meiner Kraft und mit den Nerven. So blieben wir auf einem Strand auf dem Übergang nach Lefkas. Nach einem guten Abendessen ging´s ins Bett.


Abendstimmung

Mo, 18.7.05

Wieder Mal haben wir nach dem Frühstück alle Sachen gepackt und starten los nach Lefkas. Es galt ein Riff zu überqueren ohne zu kentern, aber auch diese Herausforderung lösten wir bravoureuse. Als wir in Lefkas ankamen, mussten wir feststellen, dass die schwenkbare Brücke die den Weg zum Hafen freigab, verschlossen war. Doch da wir sehr klein waren, konnten wir unter der Brücke durchpaddeln und legten schließlich im Hafen an. Lefkas ist sehr turbulent und es gab viele Souvenierläden – wo ich glücklicherweise auch ein Piercing bekommen konnte.
Nach dem mittäglichen Essen legten wir wieder ab und fuhren nach Episkopos auf einen Campingplatz. Ausgiebiges Duschen und Waschen war nun angesagt. Auch hier kochten wir uns Selbst ein Mahl und tranken noch 2l Wein dazu!

Di, 19.7.05

Nachdem wir am Campingplatz alles gepackt hatten, genossen wir noch eine Tasse Nescafe. Um 12:00 starteten wir los nach Nidri. Es war sehr heiß im Boot und wir kamen um 14:00 am Hafen an. Dort managten wir unsere Fähre nach Kefalonia und gingen essen und einkaufen. Um 16:00 starteten wir los in Richtung der Insel Meganisi. Ich war schon recht müde, doch wir schafften die Überfahrt eigentlich relativ schnell. Auf Meganisi trafen wir noch 2 Paddler, Martina und Olaf, und unterhielten uns kurz über die jeweils geplanten Reiserouten. Dann suchten wir uns noch einen netten Platz zum Übernachten.

Mi, 20.7.05

Heute wollten wir Meganisi umrunden. Das Wasser war sehr ruhig und wir starteten recht früh los. Es war wunderschön: Felswände, Höhlen, Wasser in allen Farben,…
Wir machten eine kurze Pause am Fußende der Insel.
Als wir wieder aufbrachen, kam ein ziemlicher Wind auf, sodass wir beschlossen zurückzufahren. Die Wellen wurden immer höher und so waren wir gezwungen notzulanden, an dem Strand, wo wir mittags schon gewesen waren.
Wir bekamen bald Gesellschaft von den beiden anderen Kajakern.
Die Wellen wollten sich nicht mehr beruhigen und so beschlossen wir an diesem Strand die Nacht zu verbringen – wie die beiden anderen auch. Simon konnte sich beim Bouldern austoben und ich vergnügte mich mit Dostojewski. Abends kochten wir uns noch gute Spaghetti. Das Einzige, das mich stresste war das Wasser aus dem Wassersack, das, meiner Meinung nach, ziemlich nach Plastik schmeckte. Simon hatte Olaf die Idee abgeschaut, Sand auf den Steinen zu verteilen, sodass es einen guten Schlafplatz ergab.
Wir schliefen sehr gut, doch mussten schon früh (6:00) raus, da das Wasser morgens ruhiger war.

Do, 21.7.05

Nach einem kleinen Frühstück, brachen wir auf. Wir paddelten, fast noch im Halbschlaf, die Küste hinauf und querten zum Festland.
Um ca. 9:00 landeten wir an einem Strand, schliefen dort auch sofort ein. Als wir wieder erwachten waren wir noch müder als vorher. Lustlos und mit vielen Pausen paddelten wir in eine Bucht mit Taberna. Dort speisten wir gut und billig und legten uns anschließend an den Strand.
Um 16:00 starteten wir mit letzter Kraft nach Nidri! Nach einer Stärkung und Shopping (Hut und Brille) suchten wir uns einen Schlafplatz am Hafen.
Als wir dann beim Boot saßen und lasen, kam ein älteres Ehepaar aus England vorbei und bewunderte das Boot. Die beiden waren wirklich sehr nett und sie gaben uns auch den Tipp in einer Poolbar was zu trinken und zu schwimmen um dort ungeniert duschen zu können.
Nach Sonnenuntergang promenierten wir in Nidri herum und tranken Wein und Bier. Etwa gegen 12:00 gingen wir ins Bett und stellten den Wecker auf 7:00 damit wir morgen die Fähre nach Kefalonia rechtzeitig erreichen.

Fr, 21.7.05

7:00 – wir sprangen aus den Schlafsäcken, zogen uns an und räumten alles ins Boot. Mit Hilfe des Bootswagens zogen wir unsere „Benita“ Richtung Hafen. Doch die Fähre war nicht da – das erkannten wir auf halbem Weg. Ich hatte vergessen meine Uhr auf griechische Zeit (1Stunde vor) zu stellen und da saßen wir nun, die Fähre weg! Ich ärgerte mich maßlos, aber man konnte nichts mehr ändern.
So verbrachten wir einen faulen Tag am Strand. Abends gingen wir noch in eine Poolbar um uns im Pool zu erfrischen und Karten zu spielen. Ziemlich früh gingen wir ins Bett und hofften die Fähre am nächsten Tag nicht wieder zu versäumen.

Sa, 23.7.05

7:00 – Griechische Zeit – TAGWACHE
Im Eiltempo war alles gepackt und schon um 7:20 standen wir vor unserer Fähre. Wir bezahlten für das Boot 10€ und 6€ pro Person.
8:30 war Abfahrt und wir winkten Nidri Good Bye. Nach 3 Stunden kamen wir in Kefalonia – Fiskardo an. Nach einer kurzen Jause, schwangen wir wieder unsere Paddel Richtung Süden. Als wir ermüdeten, beschlossen wir uns einfach treiben zu lassen, da Wind und Strömung sehr günstig für uns waren.
Doch die Wellen wurden höher und so fanden wir auch sogleich ein passendes Plätzchen zum Übernachten. Während ich mich Dostojewski zuwandte gab sich Simon ganz seinem „Baueifer“ hin. Er machte uns eine Bank und einen Tisch und bereitete das Nachtlager vor.


Luxushotel

Nach einem romantischen Abendessen im Kerzenschein begleitet vom Rauschen der Wellen kuschelten wir uns in unsere Schlafsäcke.

So, 24.7.05

Die Sonne trieb uns recht spät an diesem Morgen aus unserem Zelt heraus. Nach einem guten Frühstück und einer erholsamen Dusche (mit dem übriggebliebenen Wasser), starteten wir wieder in die ruhige See hinaus. Da wir wieder ausgerastet und frisch waren, kamen wir schnell in Sami an. Bei einem Zwischenstopp entschlossen wir uns die nahegelegene Melanisi-Höhle zu erkunden. Dabei handelte es sich um einen unterirdischen See. Leider konnten wir nicht mit unserem eigenen Boot hinein, sondern mussten „tourist-like“ Eintritt bezahlen um auf dem See herumchauffiert zu werden. Trotzdem war es ein Erlebnis!
Als wir dann den Camping-Platz in Sami gefunden und eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Fährbüro um Tickets nach Patras für den nächsten Tag zu kaufen.
Leider gerieten wir ans falsche Reisebüro, da der „freundliche“ Mann uns für´s Kajak ein viel zu teures Ticket verkaufte. Es kostete uns sage und schreibe 38€ – danach erfuhren wir, dass der Captain nur 5€-10€ verlangt hätte. Wir ärgerten uns ziemlich, aber man konnte das Ticket nicht mehr umtauschen.
Am Campingplatz spielten wir noch Karten und wuschen unsere Wäsche. Dann ging´s ab ins Zelt. Kalinichta!

Mo, 25.7.05

Früh morgens packten wir alles ins Boot und zogen unser Gefährt zum Hafen. Es war ein recht weiter Weg, doch Simon zog tapfer das schwere Kajak hinter sich her.
Endlich auf der Fähre angekommen suchten wir uns ein feines Plätzchen. Nach 3 Stunden kamen wir dann um ca. 11:00 in Patras an. Dort checkten wir uns gleich ein Zimmer in der Jugendherberge (Kajak konnten wir dort im Garten parken) und erkundigten uns über die Verbindungen nach Athen. Den ganzen Nachmittag lagen wir k.o. von der Hitze im Zimmer herum und erst abends rafften wir uns auf, unser Magenknurren zu dämpfen.

Di,26.7.05

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Athen. Nach 3 Stunden Busfahrt kamen wir endlich in der griechischen Metropole an. Zu unserem außerordentlichen Glück streikten genau an diesem Tag alle öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt. So mussten wir wohl oder übel ein Taxi nehmen, das aber sehr, sehr billig war. In der Mittagshitze machten wir uns auf das altertümliche Athen per pedes zu erforschen. Die Bauwerke waren vielleicht nicht so pompös wie in Rom, ihr enormes Alter aber außerordentlich beeindruckend. In den verwinkelten Gassen hatten wir dann noch Gelegenheit ein wenig zu shoppen. Bei der Rückfahrt hatten die Taxifahrer entdeckt, dass der Streik eine gute Möglichkeit bietet etwas mehr zu verdienen und so kostete es einiges Verhandlungsgeschick, dass wir mit dem letzten Geld zum Bus kamen. Spät die Nacht kamen wir nach Patras und nach einem ausgiebigen Mahl vielen wir in unsere Betten.

Mi, 27.7.05

Da wir noch den ganzen Tag Zeit hatten nutzen wir den Tag um ein paar Urlaubsmitbringsel einzukaufen. Mittags gönnten wir uns ein ausgiebiges griechisches Abschlussessen in einem noblen Restaurant. Zu unserer Überraschung waren die Preise verhältnissmäsig günstig. Am Abend checkten wir auf der Fähre ein und suchten uns einen gemütlichen Schlafplatz.

Do, 28.7.05

Als wir kurz in Igoumenitsa anlegten schickten wir „unserer“ Küste, an der wir vor fast 3 Wochen entlanggepaddelt waren, einen letzten Gruß. Den Tag auf der Fähre verbrachten wir lesend und kartenspielend.

Fr, 29.7.05

Schon vom Schiff aus konnten wir Onkel Karls bleiche Beine vom Pier herleuchten sehen. Es gab ein freudiges Wiedersehen, das Boot wurde aufs Auto geschnallt und ab ging`s Richtung Heimat.