Grießkogelscharte (2586m)

Lampentest

Nach Dienstschluss um meine neue Lampe zu testen auf die Kühtaier Grießkogelscharte.
Da heute Nachtskilauf ist, erspare ich mir die ersten Höhenmeter und fahre mit dem Hochalterlift hinauf. Da ein ziemlicher Sturm bläst wird es auf dem Lift ziemlich kalt und so bin ich froh endlich oben angekommen zu sein. Ich quere über die „Kamelbuggl“ zum Skiweg des Schwarzmoosliftes. Hier felle ich auf und gehe erstmal gemütlich über den Skiweg zur Bergstation des Schwarzmoosliftes. Da der Mond sehr hell scheint brauche ich keine Stirnlampe. Da ich bei den Schwarzmoosseen bemerke, dass der Wind zu umfangreichen Triebschneeansamlungen geführt hat, entscheide ich, mein eigentliches Ziel, den Pirchkogel abzublasen und stattdessen die Scharte zwischen dem Vorderem und Hinterem Kühtaier Grießkogel in Angriff zu nehmen. Da ich für die Spuranlage etwas Licht brauche schalte ich meine kleine LED Funzel an. Mühsam spure ich durch bis zu 1m tiefen Triebschnee über kurze Steilstufen auf die Scharte hinauf. Oben trifft mich der Sturm wieder mit voller Wucht und so wird nichts aus einer gemütlichen Gipfelrast. Jetzt packe ich meinen „Scheinwerfer“ aus und tauche das ganze Tälchen einmal in Licht. Wow das Ding ist wirklich hell. Das Licht ist für die Abfahrt absolut ausreichend und ich kann sogar richtig schöne, schnelle, lang gezogene Schwünge in den unverspurten Schnee zaubern.

Hier eine Aufnahme kurz vor der Piste:

Von Posts

Und hier das “Wunderwerk der Technik” 😉 inklusive Ladegerät:

Von Posts

Technische Daten:
Strahler: Osram IRC Halogenspot mit 20W 10°
Gehäuse: Gardena Gartenbrause
Akku: LiIon 2×4 Zellen 14,4V 4250mAh
Gesamtgewicht: ca. 600g
Befestigt wird die Lampe mit dem Klettverschluss direkt auf meinem Helm.

Königskogel (3055m)

Mit Papa, Mama, Joggl, Markus und Manu in Hochgurgl gewesen.

Zuerst sehr steil durch Latschengelände mühsam hinauf, dann durch das Königstal relativ flach bei starken Gegenwind aufs Königsjoch. Vom Joch in teilweise etwas unangenehmer Kletterei zum Gipfel. Bei der Abfahrt im Königstal schlechte Verhältnisse: hart gepresster Bruchharsch wechselt mit Eis. Kurz vor dem steilen Waldgelände in einer ca.7m breiten Rinne die auf 2-3m eingeblasen war, der Rest der Rinne bestand aus tragfähigen Harsch, ein Schneebrett ausgelöst. Der tragfähige Harschdeckel brach in großen Schuppen und geriet ins Rutschen, blieb aber nach wenigen Höhenmetern liegen. Zum Schluss mit einem mulmigen Gefühl durch den steilen Latschenschlag zum Auto.

Königstal

Königskogel

Zischgeles (3005m)

Mit Papa, Fahmi und 100 anderen am Zischgeles gewesen.

Da mein Sportarzt mir Grundlagenausdauertraining verschrieben hat sehr „gemütlich“ unterwegs gewesen. Waren die letzten am Gipfel. Dafür konnten wir beim Aufstieg die Menge im Pulverrausch beobachten. Hänge bis 40° werden von 10 Leuten gleichzeitig befahren, Einzelabfahren interessiert niemanden. Als wir am Gipfel saßen konnten wir auch schon den Hubschrauber hören, Lawinenabgang in einer steilen Abfahrtsvariante die mehr verspurt als die original Abfahrt war: http://tirol.orf.at/stories/172655/

Die Abfahrtsverhältnisse waren allerdings auch auf der nicht so steilen Abfahrtsvariante relativ gut: zeitweise Bruchharsch, teilweise allerdings auch guter Pulver.

Da es sehr warm war dürfte sich, wenn kein Wind kommt, die Lawinengefahr langsam entspannen.

Schafzoll (2394m)

Da Manu sich beim Skifahren einen ordentlichen Blauen geholt hat alleine mit vielen anderen zum Schafzoll aufgestiegen. Bin dann vom Gipfel eine nordseitig gelegene Rinne direkt zur Hütte abgefahren. Manu hat mich von der Hütte aus beobachtet um im Ernstfall schnell eingreifen zu können.

Die Rinne war ca. 45° steil und 5m breit. Ganz oben war der Schnee windverblasen, dadurch lies er sich gut fahren die Lawinengefahr war allerdings nicht zu unterschätzen. Dort wo die Rinne in ein breites Schneefeld übergeht gab es extrem hart gefrorenen Schnee mit einer 5cm starken Pulverauflage, sehr schwierig zu bremsen. Da sich die direkte Rinne aufgrund eines Wasserfalles nicht direkt fahren lies bin ich in eine schräge Rinne ausgewichen. Hier hatte es wieder sehr gute Verhältnisse, ca. 15cm ungebundener Pulver auf einer tragfähigen nicht zu harten Schicht. Am Ende gab’s noch einen anstrengenden Kampf mit einigen nur schwach verschneiten Latschen.

Übersichtsbild mit Abfahrtsroute:

Da es die nächsten 2 Tage durchgehend schneite, hieß es am übernächsten Tag das Auto anstrengend auszugraben und es ca. 100m bis zur Strasse zu bekommen.

Rostiz Kogel (3392m)

Am Sonntag mit Manu gemütlich mit der Riffelseebahn nach oben geschwebt und nach kurzer Abfahrt zum Riffelsee die Felle aufgezogen. Zuerst konnten wir einer guten Spur durchs flache Tal in Richtung Wurmkogel folgen. Doch bei der Riffel mussten wir nach rechts in Richtung Rostiz Kogel abbiegen. Zuerst über sehr steile Stufen, Achtung Lawinengefahr! besser dem Tal etwas weiter folgen und dann in weitem Linksbogen auf die Böden, in anstrengender Spurarbeit auf die Böden unter den Katzenköpfen. Dann sehr flach zu den Felswänden unter dem nördlichen Löcherferner.

Da bei den Felsen noch sehr wenig Schnee lag, lies sich eine, trotz erheblicher Lawinengefahr, sichere Spur finden. Endlich am Gletscher angekommen meldeten sich die Oberschenkel nach der doch recht anstrengenden Spurarbeit und so gings in gemütlichen Tempo zur Gipfelflanke. Die Gipfelflanke konnte durchgehend mit Ski begangen werden, war aber teilweise sehr hart (Harscheisen wären angebracht). Manu blieb im Skidepot zurück, da ihr die Gipfelflanke keine Abfahrtsfreuden versprach. Bei starken Sturm gings dann in leichter Kraxelei noch 10m hinüber auf den eigentlichen Gipfel. Dort angekommen konnte die super Aussicht nur kurz genossen werden, der Sturm zwang zum schnellen Abstieg. Bis zum Gletscher gabs recht griffigen hartgefrorenen Schnee. Am Gletscher trübte ein nicht tragfähiger Windharschdeckel kurz unsere Abfahrtsfreuden. Doch ab dem Felsriegel unter dem Gletscher gaben wir uns vollkommen dem Pulverrausch hin.

Kurz vor der Spur in Richtung Wurmtaler Kogel galt es dann noch durch ein enges steiles Couloir hindurchzuschießen. Nach kurzen Zögern hat Manu ihre Ski dann doch in Fallline gelegt um dann bei speedigen Powderturns einen Juchzer auszustoßen. Leider stand uns nun der Gegenanstieg zum Skigebiet Riffelsee bevor. ZUm Schluss gings über die teilweise etwas eisige Talabfahrt zurück zum Auto.