Strada del Sole (7-)

Relativ neue Mehrseillängen Sportklettertour im Ötztal. Die Tour ist mit 7- Ötztaltypisch hart bewertet. Der geringe Hakenabstand lässt aber auch ein Klettern am Vorstiegslimit zu. Bis auf die erste und letzte Seillänge, die eher durchschnittlich sind, beeindrucken alle Längen mit wirklich toller Kletterei.
Topo gibt es auf der Page von Ötztal Climbing.

Eigentlich wollten Adrian und ich ja am Samstag ins Zillertal. Nachdem allerdings schon am Freitag die Strassen von Schürzenjägerfans verstopft sind, haben wir unser Ziel kurzfristig ins Ötztal verlegt. Mir soll’s recht sein, so kann ich noch ausgehen und muss am Samstag nicht so früh aufstehen.
Irgendwie bin ich allerdings auch um 9:30 noch immer müde, aber hilft nichts Adrian wartet schon. Problemlos bringt uns sein Auto heute nach Au im Ötztal. Ab hier folgen wir dem gut ausgeschilderten Weg zum Klettergarten Nösslach. Der Einstieg ist total nett mit dem oben fotografierten Stein gestaltet. Da ich die Halbseile vergessen habe müssen wir mit Adrians Einfachseil klettern, ich habe mit den Halbseilen immer ein sichereres Gefühl, aber egal. Ich klettere gleich die erste Seillänge vor. Irgendwie merke ich, dass es mir heute nicht laufen will. Ich kämpfe mich sogar in dieser 5+ Länge ordentlich ab und brauche für jeden Zug viel Zeit.

Die zweite Länge komme ich zwar im Nachstieg ganz gut rauf, mein Kopf wird heute aber einfach nicht frei. Ich muss Adrian bitten, dass heute er den gesamten Vorstieg übernimmt, da ich mich nicht traue. Irgendwie ist die Mischung: Angst seit dem letzten Sturz, Einfachseil in einer Mehrseillängen Tour und eine ordentliche Dosis Alkohol am Vortag nicht das Ideale für einen entspannten Klettertag. Na ja so kann ich die Tour heute wenigstens ganz entspannt im Nachstieg angehen, Adrian taugt es sowieso, wenn er alles Vorsteigen darf.

Ich kämpfe mich im Nachstieg über absolut genial Rissüberhänge hinauf, während Adrian pfeifend und mit einem Grinsen im Gesicht vorsteigt. In den beiden letzten Seillängen merken wir, dass die Sonne anfängt uns ordentlich herzugrillen, ein Lüftchen hilft uns allerdings einen kühlen Kopf zu bewahren.

Am Ende der Tour gibt es noch ein Wandbuch in dem viele bekannte Namen stehen. Der Abstieg ist zwar recht einfach und gut markiert, trotzdem wäre ein Ausrutschen tödlich deshalb bestehe ich heute auf einem Seil.
Die Kletterei hat mir wirklich sehr gut gefallen und so muss ich auch hier wieder her kommen und diese Tour noch einmal richtig zu klettern.

Da Manu und Eva am Piburger See die Sonne genießen, nützen auch wir die Möglichkeit einer kurzen Schwimmeinlage. Adrian kann endlich einmal die berühmten Piburger Klippen springen und ich teste die Wasserdichtheit der Kamera um seinen Sprung von einer speziellen Perspektive aufzunehmen.

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