Klettergarten Nassereith / Götterwandl

Endlich wieder richtig klettern!


Am Freitag war ich mit Benni und Flo das erste mal in Nassereith am Götterwandl zu klettern. Ist schon ziemlich beeindruckend wie dort die Wand sicher 10m überhängend herauszieht. Zum aufwärmen ging’s gleich knackig los, die Route Triton mit 6b ist eine der leichtesten Touren an der ganzen Wand und so blieb mir nichts anderes übrig als mich dort zu versuchen. Da mir die Route echt lag und das Gelände sehr sturzfreundlich war, schön überhängend und keine Platten oder Bänder, konnte ich meine Angst hinten anstellen und die Tour gelang mir im Flash. Danach konnte ich Benni bewundern wie er in der Tour Zeus 8b! seine Finger in überhängenden Klemmrissen malträtierte. Leider scheiterte er knapp an einem schwierigen Leistenzug, so kann ich ihn aber wenigstens wieder mal in dieses tolle Gebiet begleiten. Flo überraschte mich auch nicht schlecht, noch vor einem dreiviertel Jahr meldete er sich das erste mal zum „Kinderklettern“ an und heute klettert er im 6b Bereich bis knapp vor dem Top. Aber wen wundert’s wenn er immer nur mit so spitzen Leuten wie Benni oder Ruech Christian am Weg ist. Ich versuchte mich, dann noch in einer 6c+, aber irgendwie wollte mein Kopf doch noch nicht 100% und so musste auch ich mit einem offenen Projekt von dannen ziehen. Eigentlich eh nicht schlecht, weil jetzt „muss“ ich diesem echt geilen Klettergarten erneut einen Besuch abstatten.

Nach dem Klettern habe ich Benni noch geholfen einen Blog einzurichten. Unter

http://hangl-bengl.blogspot.com/

könnt ihr ab jetzt nachschauen was Benni so treibt.

Am Samstag waren Stefan, Marina, Manu und ich dann noch in Karres klettern. Hier merkte ich, dass leider auch meine Kraft und Ausdauer etwas zurückgegangen ist. Eine 6c+ welche mir vor meinen Unfall noch relativ gut onsight aufging konnte ich heute beim ersten Versuch nur mit einigen Rasten klettern. Am Abend arbeiteten und feierten wir alle noch beim Telfer Dorffest und so hieß es auch am Sonntag nix Alpines nur gemütlich klettern.

Diesmal trafen Manu und ich uns mit den „Innsbruckern“: Fahmi, Johnny, Theresa, Christof, Elke, Claudia und Berni. Zuerst zitterte ich wieder in einigen leichten Touren herum bis ich kurz bevor wir aufbrechen wollten, habe Manu versprochen heute endlich einmal etwas früher das Klettern zu beenden und noch zum Piburger See zu fahren, eine geniale Linie. Die Tour Weisser Riese zieht sich entlang eines Risses komplett überhängend hinauf und ist trotzdem nur eine 6a+. Mir gelang bis zu den Ausstiegsplatten auch gleich der Durchstieg. Doch auf den letzten flachen Metern bis zum Top schlug meine Angst wieder zu und ich musste mich ins Seil setzen. Da Manu langsam Richtung Piburger See drängte, lies ich mir auch hier ein Projekt offen, zwar nichts gerade schwieriges dafür aber eine echt geniale Linie, und wir ließen das Wochenende gemütlich ausklingen.

Ich bin froh, dass ich langsam wieder richtig klettern kann. So wie es scheint dürften die psychischen Verletzungen aber etwas schwerer zu kurieren sein als die Physischen. Ich bin aber zuversichtlich, dass das bald wieder wird.

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