Albanien

Manus Reisetagebuch während unserem Trip durch Albanien:

03.Juli (Do)

Am Vorabend wird das viele Gepäck von uns bereits verstaut, nur Kleinigkeiten müssen jetzt noch ihren Platz finden.

Um 20:39 fahren wir mit dem Zug nach Innsbruck, wo wir uns noch mit ein paar Freunden auf ein letztes Bier treffen. Tirol macht uns den Abschied nicht besonders schwer – es regnet in Strömen!

Auf geht es mit dem Nachtzug nach Venedig, aber mit soviel Gepäck werden wir vom Schaffner aufgefordert unsere Habseligkeiten in einem anderen Wagon zu deponieren! Nach viel Geraunze unsererseits wird am „Brennero“ auch noch dieses Problemchen gelöst. Ich schlafe ziemlich schwer ein. Simon quatscht noch mit einem Typ aus dem Libanon.

04.Juli (Fr)

Um ca. 7 Uhr früh erreichen wir die Endstation „Venezia – St. Lucia“, fast direkt am Hafen. So hieven wir unser schweres Gepäck aus dem Zugabteil und basteln eine Art „Rollkoffer“ mit Hilfe des Bootswagens. Der Magen knurrt der Tag noch jung => ein gutes Frühstück muss her.
Nach der Stärkung machen wir uns auf den Weg zum ca. 200m entfernten Hafen. Brücken mit Stiegen werden erklommen, Straßen entlanggewandert, Irrwege entdeckt, bis wir endlich nach vielen 200 Metern in ziemlicher Hitze den Hafen bzw. die „Minoan Office“ erreichen. Conclusio: Anreise mit Zug ist suboptimal für Weiterreise mit der Fähre. Simon opfert sich und stellt sich für unsere Tickets an, die wir mit den Interrail-Tickets problemlos erhalten, allerdings für je 26€ Aufpreis. Wir sind erleichtert, dass das auch ohne Reservierung so tadellos geklappt hat.
Die Fähre ist bereits eingetroffen, so warten wir bis alles entladen ist, um an Bord gehen zu können. Leider passierte auf diesem Schiff ein schlimmes Ereignis: 2 Menschen haben sich in Patras in eine LKW-Box geschmuggelt, diese hat sich am Schiff enorm aufgeheizt, die beiden wurden erst in Venedig tot gefunden. Da nun alle LKWs genau durchsucht werden mussten, verzögert sich alles. Dabei wird noch ein LKW entdeckt, der ca. 10 vermutlich afghanische Flüchtlinge nach Italien schmuggelte. Kein guter Start für den Urlaub.
Doch schließlich dürfen wir an Bord gehen, unser Boot und die Paddel werden gut verstaut und wir finden ein heißes Plätzchen. Es dauert zwar noch recht lange bis das Schiff abgelegt hat, aber das stört uns nicht mehr wirklich. Nun geht es los in Richtung Süden …

05.Juli (Sa)

Da wir uns zum Schlafen noch ein luftigeres Platzerl gesucht haben, sind wir beide recht ausgeruht. Die Zeit am Schiff vertreiben wir uns mit Lesen.

Um ca. 15:30 legen wir dann in Korfu an – schlechter Zeitpunkt um irgendwelche Informationen zu bekommen. Die Fähre nach Albanien ist bereits um 9 Uhr vormittags losgefahren und so bleibt uns nichts anderes übrig, als ein billiges Zimmerchen zu suchen und die Nacht in Korfu zu verbringen.
Wir schaffen es sogar noch unsere verschwitzten Körper im schmutzigen Meer bei Korfu-Stadt abzukühlen und unsere Mägen mit leckerem griechischem Essen zu füllen.
… es hätte eigentlich viel schlimmer kommen können!

06.Juli (So)

Weckergeläute um 7:30, alles wird zusammengepackt – es geht nach Albanien! Endlich. Überraschenderweise ist weder die Ausreise aus der EU, noch die Einreise nach Albanien mit irgendwelchen Problemen verknüpft.

Das kleine Schiff ist vollgestopft mit Tagestouristen, ein Graus – und wir mittendrin. Die schwüle Hitze lässt sich am Meer wesentlich angenehmer ertragen und die albanische Küste präsentiert sich unseren Augen schon in den schönsten Farben. Gleich neben dem Hafen erstreckt sich ein langer und vielbesuchter Badestrand mit schattenspendenden Bäumen, der perfekt ist, hier unser Boot zusammenzubauen. Während ich die halbe Stadt Sarand? nach einem Bankomat auslaufe, bastelt Simon an unserem Boot herum, was von ein paar albanischen Burschen genauestens beobachtet worden ist. Simon lässt sich von ihnen noch zu einer Probefahrt überreden. Anschließend wird glücklicherweise alles in unserer Anguana verstaut.

Wir stechen in die Wellen, entfliehen dem Strandlärm, eine kühle Brise begleitet uns. Schließlich erblicken wir Ksamil, ein kleines Küstenörtchen mit 4 vorgelagerten Inseln. Eine davon erweist sich als optimale Übernachtungsmöglichkeit an einem traumhaften Strand.

07.Juli (Mo)

Nach dieser ersten Nacht in der „Wildnis“ von Albanien, packen wir unsere sieben (ok es waren etwas mehr) Sachen. Die Sonne bzw. Hitze verjagt uns bereits um 7:00 aus dem Zelt.
Gegenüber unserer Insel vermuten wir eine kleine Strandbar zum Frühstücken.

Anschließend packen wir unsere Paddel und schießen durch das tiefe Wasser nach Butrint, auch den langen Brackwasserkanal lassen wir fast mühelos hinter uns. In der glühenden Mittagshitze legen wir an und
stürmen zuerst einmal in ein Hotel mit kühlenden albanischen Bieren und schattenspendenden Bäumen.

Danach besichtigen wir die Ruinenstadt Butrint, die uns sehr beeindruckte, obwohl uns die Hitze schon beinahe erdrückte.

Ein zweites Mal besichtigen wir das Hotel mit den Bäumen und nehmen dabei gleich eine herrliche Muschelvariation mit Salat zu uns. Nun steht uns eigentlich „nur“ mehr der Rückweg zur kleinen, leider selten einsamen Insel bevor.

Auch diese Hürde wird genommen und zur Belohnung genehmigen wir uns noch was Leckeres in der Strandbar. Abends bauen wir wieder emsig das Zelt auf, Schlafsäcke werden hergerichtet, Essen gekocht … und schließlich geschlummert. Aber erst nachdem der Disco-Höllenlärm ein Ende nimmt!

08.Juli (Di)

Die Sonne zwingt uns auch heute wieder sehr früh unser Zelt abzubauen. Nach dem Beladen unseres Kajaks brechen wir in Richtung Sarand? auf.

Unterwegs genehmigen wir uns in einer Strandbar einen „Nescafe frappe“. Kurz vor Sarand? entdeckt Simon plötzlich Delphine, ganz nahe bei uns. Sobald wir aber mit unserer Paddelei innehalten, tauchen sie nicht mehr auf. So paddeln wir wieder drauflos und können dabei diesen faszinierenden Tieren zuschauen.
In der Stadt machen wir dann abwechselnd unsere Einkäufe, um immer unser Boot im Auge haben zu können, denn neugierige Kinder gibt es hier mehr als genug!

Um ca. 17 Uhr starten wir mit frischgefülltem Magen los in Richtung Norden. Es ist schwül und heiß, sogar draußen am Wasser, doch Wolken verschaffen uns zumindest immer wieder Mal kurze Abkühlung. Zuerst freuen wir uns darüber, doch es kommen immer dunklere Wolken auf uns zu, es donnert und schließlich fängt es an zu regnen. Uns ist nun nicht mehr ganz wohl, so rudern wir Richtung Ufer, wo wir einen Felsvorsprung finden, der uns vor dem Regen schützt. Nach wenigen Minuten ist der ganze Spuk schon wieder vorüber und die Sonne lacht uns schon wieder frech ins Gesicht.
Wir beschließen vorsichtshalber eher in Ufernähe zu bleiben und paddeln weiter vor uns hin. Bald kommen wir zu einem kleinen „Kap“ und sind froh, dass wir Rückenwind haben. Vor dem Kap jedoch werden die Wellen immer kräftiger und ziehen unser Boot mit, wir müssen einige Kraft aufwänden um nicht zu kentern. Mir ist langsam angst und bange, weil wir beide keine Schwimmweste anhaben und wahrscheinlich im Falle eines unfreiwilligen Tauchausfluges von den Wellen an die Felsen gedrückt werden können! Doch es geht alles gut aus. Das Meer bleibt nun aufgewühlt und mit letzter Kraft, erreichen wir endlich einen einsamen und sauberen Strand.

Dort bauen wir unser Lager auf und verbringen einen feinen Abend mit Bier und Kartenspielen.

09.Juli (Mi)

Wir haben unseren Schlafplatz gut ausgewählt, weil die Sonne uns bis zum Aufbruch um ca. 9:30 erspart bleibt. Das Meer hat sich über Nacht nicht beruhigt, der Wind bläst uns die Gischt oft direkt ins Gesicht. So kommen wir an diesem Tag nicht wirklich weit. Nach einer kurzen Pause auf einem nicht so besonders feinen Strand, finden wir eigentlich durch Zu- und Notfall doch noch ein schönes Plätzchen. Zuerst zaubert uns Simon mit dem Tarp Schatten zum Ausruhen. Die Wellen landen immer kräftiger und lauter am Ufer, das Wasser steigt. Ich habe ein ungutes Gefühl, hier zu übernachten. So beginnt sich Simon ein wenig im Hinterland umzusehen und findet ein prächtiges Fleckchen! In dessen Nähe entdecken wir sogar ein kleines Bächlein, hier können wir unsere Sachen kühlen und sogar waschen. Außerdem spannen wir noch die Slackline und die Hängematte auf!

10.Juli (Do)

Da sich das Meer nicht wirklich beruhigt hat und das Plätzchen ideal für einen Ruhetag ist, beschließen wir noch einen Tag hier zu bleiben:
Lesen, Schlafen, Lesen, Essen, Trinken, Schlafen, …
… fast schon langweilig!

11.Juli (Fr)

Um 7 Uhr starten wir schon aus dem Zelt, auf das Frühstück wird verzichtet, wir müssen den angenehmen Wellengang ausnützen. Deshalb schleppen wir unser Boot und das ganze Gepäck wieder zurück an den Strand, alles wird verstaut und los geht´s! Adé schönes Plätzchen mit Eseln, Kühen und der Sau! (Die Schildkröte natürlich nicht zu vergessen.)
Das Meer ist viel ruhiger und als wir um die erste Ecke paddeln, finden wir schon wieder bewohnte Strände. Gegen 11 Uhr kommen wir in einem netten Örtchen namens Borsch an, wir füllen unsere Vorräte auf und gönnen uns noch einen Nescafe frappe. Zum Mittagessen kommen wir in Himar? an, es gibt Miesmuscheln und Salat in einem halbfertigen Restaurant. Hier treffen wir auch auf einen deutschen Albaner, der Urlaub in der Heimat macht. Nach unserem Rasttag strotzen wir nur so vor Energie, unser heutiges Tagesziel Jal Camping! Das Zelt und Matratzen sowie Polster plus Leintuch werden uns wie in einem Hotel hergerichtet, wir müssen „nur“ noch unser Boot und Co vom Strand herschleifen. Müde und erschöpft (nur ich) stärken wir uns mit Zipfer-Bier und Redbull.

Für 8€ pro Person und Nacht gibt’s „Dinner und Breakfast“. Eine riesige Jugendgruppe hat dieses Angebot scheinbar auch angelockt. Beim üblichen Diskolärm gehen wir in unser Zelt und schlafen eigentlich sehr schnell ein.

12.Juli (Sa)

Der allgemeine Aufbruchsrummel holt auch uns schon vor 8 Uhr aus unseren Schaumstoffmatratzen. Nach dem Frühstück schleppen wir unsere Sachen wieder an den Strand. Die Reise geht weiter.

Wir kommen nach Dh?rmi, trinken dort unsere für längere Zeit letzten „Lieblingsdrinks“ und stürzen uns ins Abenteuer Karaburun: Erst gegen 15 Uhr erreichen wir nach einem langen Abschnitt Steilküste einen Sandstrand, der aber leider recht schmutzig ist. Zuerst wird unterm Tarp einmal entspannt und erholt. Abends noch das Zelt aufgestellt und gegessen, danach fielen die Mosquitos in Schwärmen über uns her…

13.Juli (So)

Ich wache bereits das 1. Mal um 5:30 auf, da ich mir Sorgen mache, ob die Wellen wilder geworden seien. Tatsächlich holt uns die Sonne dann um ca. 7:30 aus dem Schlaf.

Um 9 Uhr brechen wir bei ruhiger See auf ins Ungewisse. Unterwegs entdecken wir einige sehenswerte Höhlen und nette Strände.

V

Viel zu schnell geht mir die Kraft aus, wir stärken uns in einer netten Bucht mit Chips und Wasser.

Simon findet wieder einmal eine Höhle zum erforschen.

Die Strömung treibt uns schnell voran, wir dösen vor uns hin. Um die nächste Ecke finden wir eine schöne, einsame Bucht und beschließen die Nacht hier zu verbringen. Das Tarp wird wieder Mal professionell befestigt und wir genießen die chilling-time. Bald müssen wir aber immer mehr Wölkchen am Himmel entdecken und der Wind wird auch stärker, die Wellen größer. Hoffentlich kein Grund für uns einen Rasttag einzulegen…

14. Juli (Mo)

Da die Wellen immer schlimmer werden und der Wind zunimmt, bleibt uns nichts anderes übrig als noch eine Nacht hierzubleiben.

Tagsüber beschließen wir auf Erkundungstour zu gehen. Nach ca. 2 Stunden, habe ich genug, mir ist zu heiß und meine Beine sind von den hohen Gräsern bzw. Disteln ziemlich ramponiert. Unterwegs finden wir dann noch vermeintlichen Rosmarin (es war Oregano), Majoran und Minze. An unserem Strand geht inzwischen schon ziemlich die Post ab, das Meer donnert nur so in die Bucht und die Wellen kommen unserem Lager langsam bedrohlich nahe!

Deshalb bringen wir zuerst alle Habseligkeiten in Sicherheit und legen uns dann wieder unters Tarp. Mir ist ganz mulmig bei so einer Gewalt an Wellen und ich bekomme auch langsam Bedenken, ob wir auch wirklich ausreichend Vorräte für einen längeren Aufenthalt haben würden. Simon kann mich aber beruhigen: Genug Wasser und genug Essen ist dabei. Trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl… Abends kocht uns Simon dann leckeres „Gemüse mit Oregano in Püree“, das ausgezeichnet geschmeckt hat.

15.Juli (Di)

In der Früh hat das Meer ganz den Anschein bewahrt, als würde es sich endlich beruhigen. Doch schon bald entdecken wir düstere Wolken, die vom Meer herziehen und uns wird einiges klarer – Gewitterwolken! Natürlich nimmt der Wind immer mehr zu und wechselt die Richtung, diesmal bläst er kräftig gen Süden. Die Wellen türmen sich und der Wind ist so stark, er lässt kein Tarp mehr zu. Jetzt wird sogar Simon langsam grantig. Um die Zeit am Strand heute totzuschlagen, richten wir unsere Schlafstelle gerade und Simon „konstruiert“ eine Art Küche fürs Essen. Außerdem nimmt er sich an diesem Tag auch den Reparaturarbeiten am Boot an und kontrolliert, ob es auch wieder auseinanderzubauen sei. Abends beim Kochen und Essen macht uns das Meer dann wieder klar, dass wir uns hier nicht häuslich niederlassen sollen, denn die Wellen erreichen schon fast unsere extra dafür gebaute Schlafstelle. Damit ist bei mir Schluss! Die ewig donnernden Wellen und das steigende Meer machten mich noch verrückt. Ich konnte es nicht mehr hören, mit verärgerten Gemüt, gehe ich in unser Zelt, das wir wieder um 10 Meter weiter nach hinten verschieben mussten.

16.Juli (Mi)

Schon in der Nacht ist uns beiden klar, dass sich auch heute weder Wind noch Wellen beruhigen würden. So beschließen wir unser Kajak abzubauen und alles hier am Strand in einer Höhle zu verstauen. Das Nötigste packen wir in unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg nach Orikum. Dafür müssen wir allerdings quer durch das Gebüsch und einen 650 Meter hohen Pass überqueren. Das einzig Gute an diesem fürchterlich blasenden Wind ist, dass uns auch bei Sonnenschein immer angenehm kühl beim Wandern ist. Endlich sehen wir von oben Orikum – „Zivilisation“!

Schnell und mit neuer Kraft gestärkt machen wir uns an den Abstieg, dann bezwingen wir noch auf staubigen „Straßen“ die Ebene bis zum Dorf . Die letzten Meter scheinen uns endlos weit, endlich entdecken wir eine kleine Bar, wir stärken uns bei einem kühlem Glas Bier – wunderbar! Doch wir hören auch schon unsere Mägen knurren, so raffen wir uns auf, um ein Restaurant zu finden. Die Straßen werden immer besser: Schotter, Asphalt, Gehsteig … bis wir zu einer doppelspurigen Straße mit Kreisverkehr gelangen. Dieser schleppen wir uns entlang, die Schultern schmerzen und wir sind einfach nur müde und hungrig. Plötzlich entdecken wir ein Auto mit deutschem Kennzeichen. Das Fenster wird heruntergekurbelt: „Hallo, woher seid ihr zwei?“ „Wir sind aus Österreich“ antworten wir artig. Die Insassen fordern uns auf einzusteigen und bringen uns Halbverhungerten zu einem leckeren Fast Food – Restaurant. Nun erzählen uns die Männer ihre Geschichte. Reshat ist ein Albaner, der schon lange in Deutschland lebt und dort mit Thomas Freundschaft geschlossen hat. Er lädt uns ein bei seinem Bruder Ali ein Zimmer zu nehmen, worauf wir sofort einwilligen. Sowohl in Vlor? als auch in Orikum bläst der Wind nach wie vor ganz wild, Reshat und Thomas erklären uns, dass dies für diese Jahreszeit sehr untypisch sei und auch sie wüssten nicht, wann sich die Lage wieder beruhigen würde. Indessen fahren wir im VW-Bus zum Haus des Bruders Ali und das für uns vorbereitete Zimmer wird uns vorgeführt – alles „deutscher“ (westlicher) Luxus. Plötzlich vernehmen wir ein freundliches „Gruezi mitanand“, so glaubet wir, dass auch Schweizer hier wohnen würden – doch falsch gedacht: Es handele sich hier nämlich um den Bruder Ali, der eine Zeit lang ein griechisches Restaurant in Lindau betrieben hat. Nun ist erstmal duschen und ausrasten angesagt, außerdem wird uns noch Filterkaffee ins Zimmer serviert. Abends bekommen wir dann ein leckeres Essen, das wir direkt in unserem Zimmer verspeisen können.

Erst später im Gespräch auf der Terrasse finden wir heraus, dass auch Ali und Reshat mit ihren Familien hier auf „Urlaub“ sind, wobei die beiden Männer mehr Zeit auf dem Bau ihrer Häuser verbringen. In der Nacht müssen wir dann blutige Kämpfe mit den Mosquitos austragen, die sich hungrig auf uns stürzen.

17.Juli (Do)

Erst gegen 10 Uhr werden wir zum Frühstück auf dem Balkon geweckt. Es gab frisches Brot, Aufstriche, Wurst, Käse und sogar Nutella! Danach können wir mit der ganzen Familie zum Strand in Orikum fahren. Der Wind bläst dort immer noch ziemlich stark, doch eine kleine Besserung ist schon eingetreten.

Um ca. 16:30 gibt es dann Mittagessen für uns, wieder am Balkon. Vom vielen Essen wird man müde, also haben wir uns ein wenig ausgeruht. Nachdem wir mit den Kindern: Enxhi, Clara, Ola und Atan ein wenig geplaudert hatten, fahren wir mit Ali, Ulla und Kerstin in die City „Vlor?“ und suchen uns ein Internet-Cafe um die Wetterlage abzuchecken. Es scheint wieder besser zu werden, so teilen wir Ali mit, dass wir uns am folgenden Tag wieder auf Wanderschaft begeben würden. Er erklärt sich sofort bereit uns so nahe als möglich mit dem Auto an den Pass zu bringen. Die „Canajs“ waren so freundlich und entgegenkommend mit uns, solche Menschen trifft man leider nur sehr selten!
Abends verzehren wir dann noch eine leckere Pizza, dazu ein kühles Bier. Da Stromausfall ist, ganz romantisch bei Kerzenlicht. Für den nächsten Tag, müssen wir fit sein, so schlafe ich ziemlich schnell ein, während Simon noch liest und Mosquitos killt.

18.Juli (Fr)

Aufbruchsstimmung, alles wird wieder verpackt und das Zimmer ordentlich hinterlassen. Gemeinsam mit der gesamten Familie und ihren deutschen Freunden fahren wir zuerst wieder nach Orikum zum Strand. Danach bringt uns Ali zu unserem Ausgangspunkt. Wir verabschieden und bedanken uns, dann verschwinden wir langsam im Gebüsch. Es ist ein mühsamer Aufstieg in der glühenden Mittagshitze, zur Belohnung gönnen wir uns am „Gipfel“ ein Bier.

Schon von oben kann man erkennen, dass sich das Meer beruhigt hat. Still und friedlich erreichen die Wellen unsere Bucht als wäre es nie anders gewesen. Da wir 4 Stunden brauchen bis wir unser Ziel erreicht haben, beschließen wir uns erstmal ein wenig auszuruhen.

Dann geht´s los: Simon baut das Kajak wieder auf während ich selbst unser Zelt aufstelle und alles andere wieder in Ordnung bringe. Kurz vor Sonnenuntergang ist dann alles erledigt. Simon beginnt zu kochen und wir laben uns an diesem einfachen Mahl, nur die Mosquitos waren sehr lästig – die freuen sich über unsere Rückkehr!

19.Juli (Sa)

Um 5:30 schlage ich meine Augen auf und erschrecke fast zu Tode: bewölkter Himmel!!!
Nein, bitte nicht noch eine Nacht in dieser Bucht! So reiße ich Simon unsanft aus dem Schlaf und mache ihm klar, dass ich jetzt sofort aufbrechen will, bevor die Wellen sich wieder türmen. Simon versteht meinen Stress überhaupt nicht, schleppt sich schließlich aber doch sehr gereizt aus dem Zelt. Es wimmelt so kurz vor Sonnenaufgang nur so von hungrigen Mosquitos, was unserer Stimmung natürlich nicht gerade zuträglich ist. Doch wir schaffen es trotzdem recht schnell alles zu verstauen und in See zu stechen. Erleichtert stellen wir fest, dass sich die Bewölkung langsam auflöst und die Wellen relativ ruhig bleiben. Um ca. 8:30 erreichen wir einen Strand (Grama Beach), dort stärken wir uns mit ein paar Nüssen. Auch ein italienisches Segelboot ankert in der Bucht. Nach einer Stunde geht es weiter, wir haben heute noch viel vor. Immerhin wollen wir noch bis kurz vor Dh?rmi und haben jetzt erst Halbzeit.

Mir scheint die Paddelei endlos, meine Kräfte lassen nach. Auch Simon vergeht die Lust, obwohl er einen vorbeischwimmenden Rochen bewundern konnte. Zu allem Überfluss haben wir auch noch die Strömung gegen uns. Endlich waren wir da, hieven das Boot aus den Fluten, spannen das Tarp und bewegen uns den ganzen Nachmittag kaum, außer wir kühlen unsere aufgeheizten Körper im Meer ab.

Abends stellen wir das Zelt zum erneuten Male auf und essen zur „Abwechslung“ Nudeln in Tomatensauce. Wir sind sehr erschöpft, aber auch froh endlich wieder weiter zu kommen.

20.Juli (So)

Um ca. 7:30 quälen wir uns aus den Gemächern, frühstücken, packen und begeben uns aufs Wasser. Bis Dh?rmi brauchen wir doch noch fast 1,5 Stunden, meine Arme und Schultern sind richtig müde, der gestrige Tag steckt mir noch in den Knochen. Simon schickt mich deshalb gleich auf einen Kaffee ins Restaurant „Luciano“, wo wir Ali treffen würden, er hat uns angeboten uns wieder mit nach Vlor? nehmen.

In der Zwischenzeit baut Simon das Boot auseinander und hat es auch schon in der Tasche verstaut. Braver Mann! Gemeinsam mit Ali bringen wir unser Gepäck zum Auto, dann machen wir uns auf den Weg in die Berge, aber erst nachdem Ali einen Freund besucht hat. Unterwegs über den Pass treffen wir immer wieder Bekannte und Verwandte der Canajs.
Wir kaufen Tee und trinken kühles Quellwasser. Bevor wir in unser „Hotel“ zurückkehren, kaufen wir noch für die Weiterreise ein. Endlich zurück werden wir noch von den Kindern über unsere Erlebnisse ausgequetscht, danach duschen wir uns und werden verköstigt. Schließlich schlummern wir ein wenig, begleitet vom süßen Kätzchen der Canajs.
Abends fährt Simon dann mit Reshat nach Orikum zum Bankomat, dann wurden Freunde und Verwandte getroffen. Sie kehrten erst um 24 Uhr zurück. Ich ruhe mich währenddessen aus, lese ein wenig und unterhalte mich mit Ali und Elvira. Angeheitert flipflope ich ins Bett.
Auch in dieser Nacht machen es uns die Mosquitos nicht gerade leicht.

21.Juli (Mo)

Um ca. 9 Uhr wachen wir Frühaufsteher schon auf, alle anderen schlafen noch. Schließlich bekommen wir dann ein feines Frühstück und um ca. 12 Uhr fahren wir mit allen zusammen nach Orikum zum Strand. Sofort beginnen wir mit dem Aufbau unseres Gefährts und stopfen schließlich erfolgreich unseren Einkauf in die Lücken des Gepäcks. Nach einer kräftigen Stärkung verabschiedeten wir uns nun von Reshat, Elvira und den Kindern und stechen in See. Leider war das Meer zu so später Stunde (15 Uhr) schon recht unruhig, doch wir kämpfen uns tapfer bis zu einer Bucht auf Karaburun. Dort treffen wir auf eine Wiener Familie, ursprünglich aus Albanien, die uns sogleich auf kühles Bier und frischen Fisch einläd.
Abends suchen wir uns noch eine schöne Schlafstelle und lauschen bei einem Glas selbstgemachten Rotwein dem eigenartigen Blubbern des Meeres. Wir sind ja nun nicht mehr am Ionischen Meer, sondern an der Adria, die viele stachelige Tiere, wie Igel und Würmer, beherbergt.

22.Juli (Di)

Zuerst einmal wird gemütlich und genüsslich gefrühstückt. Wir haben uns sogar Salami und Nutella geleistet. In derselben Geschwindigkeit beginnen wir mit dem Aufbruch. Das Meer ist zwar recht ruhig, doch schließlich wurde der Wind immer stärker, so landen wir also an einem kleinen, schönen Strand. Hier wollen wir später unser Nachtlager aufschlagen. Müde und erschöpft aalen wir uns in der Sonne oder kühlen uns im wirklich kalten Wasser ab. Plötzlich vernehmen wir ein tiefes Grollen, ein Donner! Als unser Blick in Richtung Westen fällt, erkennen wir die tiefschwarzen Gewitterwolken sofort. Schnell stellen wir das Zelt und Tarp auf, verstauen alles so gut wie möglich, warten dann die ersten Tropfen ab und flüchten schließlich ins sichere Zelt. Es blitzt und donnert furchtbar und der Regen prasselt auf unser kleines Zelt herunter. Nach einer ¾ Stunde ist der Spuk vorbei, aber der Himmel blieb dunkel. Deshalb beschließen wir sicherheitshalber unser Zeltlager, doch oberhalb des Strandes, neben einer Schotterstraße aufzubauen, falls die Wellen größer werden sollten.
Recht früh kuscheln wir uns dann ins Zelt und hoffen für morgen auf besseren Seegang. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

23.Juli (Mi)

In der Nacht wache ich öfter auf und frage mich, ob sich die Wolken schon verzogen hätten. Morgens musse ich dann erkennen, dass dem leider nicht so ist. Es regnet zwar nicht mehr und der Himmel ist blau, aber immer wieder wird er von finsteren Wolken verdeckt. Doch im Laufe des Tages wird zumindest das Wetter schon freundlicher, die Wellen leider nicht.
Nach dem Frühstück entschließen wir uns für eine Wanderung in Richtung Kap der Halbinsel, solange wir Lust haben. Gleich am Anfang sieht Simon einen Wolf, der unseren Weg kreuzt! Danach wandern wir munter weiter, Simon, der Entdecker, muss sich fast jedes halbverfallene Haus, etliche Bunker oder Höhlen anschauen. Immer weiter schlängelt sich der Weg hinaus, bis wir endlich das Kap erblicken. Eigentlich will ich nicht mehr weiter, doch Simon ist nicht zu bremsen. So schleppe ich mich in meinen Flip-Flops weiter, bis mir Gestrüpp und Disteln den Weg versperren. Simon erkundet noch das Kap. Nun steht uns ein langer Rückweg bevor, erst um 17 Uhr erreichen wir „unsere“ Bucht.

Vor dem Abendessen hat Simon die geniale Idee, unsere Flasche Weißwein und den selbstgemachten Eistee direkt im Meer zu kühlen. Er packt alles in ein Netztäschchen und wirft das Päckchen in die Brandung … heraus kommt später nur noch ein zerrissenes Netzsäckchen! Abends kocht Simon ein köstliches Püree mit Wurst, Zwiebeln und Paprika. Da der Wind ziemlich kühl ist (20°C), gehen wir wieder recht früh schlafen.

24.Juli (Do)

In der Nacht hat es immer wieder geregnet und der Himmel ist morgens noch von Wolken bedeckt. Überraschenderweise ist das Meer aber viel ruhiger als gestern. So entscheiden wir uns einen Strandtag einzulegen, dabei können wir Wind, Wellen und Wetter im Tagesverlauf gut beobachten. Alles scheint sich langsam zu beruhigen.
Simon verschwindet noch für 2 Stunden im Gebüsch – Oregano suchen.

25.Juli (Fr)

In der Nacht hat es zwar ziemlich heftig geregnet, doch wir sind trotzdem guter Dinge, dass unser Tagesvorhaben, nämlich zur Piratenhöhle von Haxhi Ali und zurück zu paddeln, leicht umzusetzen sein würde. Wir legen ab und paddeln ins beruhigte Meer. Doch schon nach 10 Minuten ist der Wind so stark und die Wellen schon so hoch, dass wir zurück in unsere Bucht fahren müssen. So eine Scheiße! Wir sind beide richtig grantig und überlegen nun, was wir noch machen können, außer hier auf der Halbinsel auf Wetterbesserung zu warten. Der Himmel ist dicht bewölkt, die Wellen aber recht ruhig. Wir beschließen nach Vlor? zu paddeln. So brechen wir unser Zelt ab, packen alles ein und landen nach ca. 1,5 Paddelstunden im belebten Vlor?. Ich bleibe in einer Bar am Strand als „Bootswächterin“, Simon marschiert zum Einkaufen. 2 Stunden später (!) kommt er dann im Auto von Ali zurück, er hat die beiden Canajs zufällig getroffen – Albanien ist irgendwo wie Tirol. Nun müssen wir schnell aufbrechen, denn es ist schon spät und wir wollten noch vor Sonnenuntergang einen Schlafplatz außerhalb der Stadt finden. Am müllbeladenen Sandstrand finden wir dann ein feines Plätzchen zwischen Bäumen. Simon kann sogar seine Hängematte aufspannen und in der Nacht brauchen wir seit langem wieder Mal mehr kein Überzelt. Das Wetter bessert sich immer dann, wenn ich schon aufgegeben habe – Sorry Simon.

26.Juli (Sa)

Der Strand ist eigentlich schon eine halbe Straße und ab 8 Uhr schon ziemlich belebt.

Um ca. 11 Uhr stürzen wir uns dann ins Abenteuer „Norden“. Nach 3 Paddelstunden erreichen wir einen Strand bei der Nart? Lagune, der aber leider Ölverschmutzt ist. So paddeln wir ein Stückchen zurück und machen es uns dort in einem kleinen Buschwäldchen am Strand bequem. Simon entschließt sich wieder dafür in der Matte rumzuhängen, während ich noch ein wenig sonnenbade. Dann geselle ich mich zu ihm. Der Baum an dem die Hängematte befestigt ist, knarrt und ächzt durch mein zusätzliches Gewicht und dann … bricht doch tatsächlich der ganze Ast mit Hängematte und uns ab und wir landen unsanft im stacheligem Gebüsch!

Dies ist das Zeichen für Simon nicht mehr auf der faulen Haut herumzuliegen sondern mit dem Kochen zu beginnen: Nudeln mit Salami, Karotten und Zwiebeln, als Nachspeise Brombeer-Pudding.

27.Juli (So)

Ruhe- und Strandtag: Lesen, Kaffeetrinken, Früchteessen und SUDOKU.

28.Juli (Mo)

Schon ziemlich früh, von Dynamit-Fischern geweckt, starten wir los Richtung Vlor?, da wir zum Konzert von Alis Cousine „Maya“ aus dem Wuppertal wollen. Es verspricht heute ein anstrengender Paddeltag zu werden, aber wir schaffen die Strecke relativ schnell und lassen uns dann von Ali an einem Strand abholen, endlich wieder duschen und Haare waschen.
Nach dem Abendessen ziehen wir los in die Stadt. Simon und ich sind etwas skeptisch, ob Maya wirklich ein bekannter Star sein würde. Doch als wir endlich den Konzertplatz gefunden haben, sind wir echt überrascht. Die Skeptiker dürfen sogar in den VIP-Bereich, wo wir verschiedene albanische Stars bewundern können. Auch das Fernsehen war dabei.

Maya könnt ihr übrigens auf ihrer Homepage www.mayaalickaj.com finden, mp3 Download ihrer Lieder gibt es dort auch.

29.Juli (Di)

Unser Beschluss ist gefasst: unser Kajakabenteuer ist beendet (einfach zuviel Sand hier) und wir wollen noch ein wenig auf Entdeckungsreise ins albanische Hinterland gehen. Deshalb spazieren wir zum Strand und bauen das Kajak von erstaunten Gesichtern umrundet endgültig ab und packen es für die Heimreise in die Tasche.
Den Rest des Tages verbringen wir mit faulem Herumliegen und Sudoku spielen. Morgen fahren wir entweder alleine mit dem Bus nach Berat oder gemeinsam mit Besuchern von Ali nach Gjirokastra.

30.Juli (Mi)

Heute gondeln wir gleich nach dem Frühstück mit Ali nach Vlor? und erwischen schon um 10 Uhr einen Bus nach Berat. Die Fahrt dauert in etwa 2½ Stunden, es ist noch ausreichend kühl. Doch Berat um 13 Uhr mittags ist natürlich sehr heiß, so suchen wir uns als erstes ein Hotel. Das Hotel „Mangalem“ ist in ein wunderschönes altes Gebäude integriert, verfügt über Zimmer mit Klimaanlage und ist zudem recht preiswert. Um ca. 16 Uhr raffen wir uns zum „Sightseeing“ auf. Berat ist eine sehr schöne
alte Stadt mit einer noch bewohnten Burganlage auf einem Hügel. Dort besuchen wir noch das Onufri Museum und beklettern die alten Stadtmauern. Danach wandern wir wieder in Richtung Zentrum und beobachten bei kühlen Getränken das ambitionierte Flanieren der Albaner. Zurück im Hotel essen wir ein herausragend gutes Abendessen, Simon fand die faschierten Laibchen, hier Quofte genannt, genauso gut wie bei seiner Mama – das soll was heißen! Wir unterhalten uns mit einem niederländischen Pärchen und kuscheln uns schließlich ins Bett. Keine Hitze, keine Mosquitos.

31.Juli (Do)

Für 25€ gab es für uns beide zusätzlich zur Übernachtung noch ein Frühstück, dann marschieren wir zum Ethnografischem Museum, das vom Leben früher hier in Berat berichtet. Wir bekommen sogar eine Führung auf Englisch. Das ist wirklich sehenswert! Hier in Berat treffen wir erstmals in Albanien auf richtige Touristen: Ö,F,D,Nl,…
Anschließend spazieren wir noch durchs christliche Viertel hier in Berat und gönnen uns Nescafe frappe, Eis und Bier. Am späten Nachmittag flanierten wir mit den Einheimischen noch ein wenig durch die Gegend und landeten dann in einem guten Restaurant auf der anderen Flussseite. Das Essen dort war recht gut, das Eis, natürlich selbstgemacht, war wundervoll! An diesem Abend gehen wir recht frisch ins Bett.

1.August (Fr)

Schon um 10 Uhr erwischen wir einen Bus zurück nach Vlor?. Die Organisation eines Minibuses nach Kalaja zum Haus von Ali ist dann auch kein großes Problem und so stehen wir schon um 13:30 auf der Matte. Da nur Alis Besuch zuhause ist, können wir nicht unser Zimmer beziehen und so vertreiben wir uns den Tag mit Sudoku. Endlich um ca. 17:30 kommen Ali, Enxhi und Tante Lalo nach Hause, doch oh Schreck sie haben zwar unseren Zimmerschlüssel, doch den Schlüssel für die Haupttür hat Alis Besuch mit an den Strand genommen. Nach 2 ewiglangen Stunden sehnsüchtigen Wartens bekommen wir auch diesen Schlüssel und freuen uns auf eine frische Dusche. Schon etwas wehmütig, aber auch mit Vorfreude auf Zuhause verbringen wir den letzten Abend auf „unserem“ Balkon.

2.August (Sa)

Nach einem herzlichen Abschied von Lalo fahren Ali, Enxhi und wir zum Fährhafen. Die Ausreise verläuft ganz unkompliziert und um 13 Uhr legt das
Schiff ab und wir verlassen Albanien das Land der Skipetaren. Noch einmal erhaschen wir einen Blick auf die Halbinsel Karaburun bevor es auf dem offenen Meer gen Italien geht. Da Ali noch die ganze Strecke von Pfaffenhofen bis Hagen fahren muss, übernehmen Simon und ich den Teil der Strecke von Brindisi bis zu uns nach Hause. Ali ist zuerst noch etwas zögerlich, ob ich auch wirklich gut Autofahren könne, doch als ich ausparkt sagte er nur: „Bravo, Manuela!“ und wie ich zielbewusst auf die Autobahn schwenke, meint er nur: „Du kannst ja wirklich Autofahren, dann kann ich ja ein wenig schlafen.“

3.August (So)

Nachdem wir uns beim Fahren abgewechselt haben, kommen wir mit ein wenig Schlaf um 8:30 in Pfaffenhofen an. Daheim laden wir Ali und Enxhi noch auf ein ordentliches Frühstück ein und verabschieden uns von den beiden herzlichst.
Irgendwie sind wir zwar sehr müde, da das Wetter aber wirklich schön ist, beschließen wir unseren letzten Urlaubstag gemütlich in der Hängematte am Piburger See zu verbringen.

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7 Gedanken zu „Albanien

  1. Hallo Manuela und Simon!

    Ich bin ganz zufällig (Querverweis bei Gipfeltreffen.at)auf Simons Seite gekommen. Ich bin alles andere als eine Wasserratte – Euer Bericht war aber so unterhaltsam geschrieben, dass ich ihn mit viel Interesse gelesen habe. Noch dazu gibt er Einblick in ein Land, von dem ich so gut wie gar nichts weiß. Gut gemacht – großes Lob, ciao, Peets
    P.S.: bis ich alle Berichte auf Simons Seite gelesen habe, wird es noch etwas dauern – ich werde sie mir aber sicher gönnen 😉

  2. Hallo,

    wow das war mal ein toller Reisebericht.
    Sehr schön, ausführlich beschrieben. Besonders die Fotos sind sehr gut gelungen und passend zum Text eingegliedert. Respekt.

    Finde ich toll dass ihr mit eurem Boot die Höhlen im Meer erkundet habt 😉 Ich war im Sommer 2011 in Albanien, aber leider nur in Durres. Das nächste mal werde ich bestimmt Saranda und Ksamil oder Himare erkunden. Euer Reisebericht lädt praktisch dazu ein. Die Leute sind sehr freundlich und offenherzig und „nice price“ wo man auch hinkommt. Also mein Urlaub 2012 ist ganz bestimmt in Albanien

    Diten e mir nga Köln

  3. Hey,

    Ich hab mir grad diesen wunderbaren Urlaubs-Bericht durchgelesen und ich bin euch sehr dankbar dafür! Vor allem die Bilder stellen das Land super da! 🙂
    Ich bin selber Albanerin und war letztes Jahr auch wieder dort und ich finde die Welt sollte mehr von diesem wundervollem Land wissen.Ich hoffe das gibt einen Anreiz für andere auch mal dieses tolle Land zu besuchen! 🙂

    Liebste Grüße Arberita

  4. Hey Manuela und Simon, endlich haben wir die Seite gefunden von euch.
    Die Seite von euch ist euch wirklich gelungen und Ihr habt viel Positives geschrieben.
    Es hat viel Spaß gemacht euren Bericht zu lesen. Ganz viele Grüße von Xhoana,Ola, Artan, Enxhi und Klara 🙂
    Liebe grüße Familie Canaj 🙂

    • Hallo Familie Canaj

      Freut mich nach so langer Zeit von euch was zu höhren. Wir sind inzwischen ja auch eine kleine Familie die bald schon wieder Nachwuchs erhält. Freuen uns schon darauf Albanien das nächste Mal mit unseren Kindern zu entdecken.
      Grüße an die ganze Family

  5. Tolle Aufnahmen, Daumen hoch und Prost für das Bild drei. Ich selbst fahre nicht Kanu. Ich reite und zwar durch fremde Gefilde über viele Kilometer mit meinen beiden Welsh Mountain Ponys. Die Welt auf dem Rücken der Pferde zu entdecken, hat für mich schon immer seinen Reiz gehabt und ich werde mir gleich Gedanken über die Touren für das nächste Jahr machen.

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